Sportplakette für das Engagement auf zwei Rädern

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Das Rad steht im Mittelpunkt bei Peter Wenner (l.) und Daniel Schulte vom Werne. Für ihr Engagement bekommen sie nun die Sportplakette der Stadt Werne. RSC

WERNE - Zu zehnt saß der Vorstand des RSC Werne im September 2013 zusammen. Die große Frage: Veranstalten wir jetzt das Bundesradsporttreffen oder nicht? Die Entscheidung ist bekannt und die Leistung wird nun belohnt: Peter Wenner und Daniel Schulte nehmen beim Sportlerball die Sportplakette der Stadt Werne entgegen.

Der Vorstand des RSC Werne übernahm nach einer intensiven Diskussion die Verantwortung und präsentierte Werne vom 27. Juli bis zum 1. August 2014 rund 2500 Radfahrern aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Mit einer Art und Weise, die allen Fahrern der sieben Veranstaltungstagen in Erinnerung bleiben wird.

Zwei der treibenden Kräfte des RSC-Vorstandes waren Peter Wenner (2. Vorsitzender, 52 Jahre) und Daniel Schulte (Touristikwart, 46). Sie erhalten deshalb am Samstag während des Sportlerballs die Sportplakette der Stadt Werne für hervorragende Verdienste um das Werner Sportleben.

Beide stellen aber klar, dass sie die Sportplakette stellvertretend für den kompletten Verein entgegennehmen. „Wir waren ein harter Kern von 20 bis 25 Leuten, die an der Organisation beteiligt waren“, sagt Schulte.

Zehn Monate Zeit für Vorbereitungen

Während des Bundesradsporttreffens fanden insgesamt zehn Touren statt, die bis zu 231 Kilometer lang waren. Es ging unter anderem ins Münsterland, nach Dortmund, Haltern oder ins Sauerland. Gestartet wurde immer in Werne.

Das Organisationsteam um Wenner und Schulte hatte rund zehn Monate Zeit, um alle Genehmigungen einzuholen, das Programmheft zu erstellen und das Anmeldeverfahren einzurichten. So fanden schnell Gespräche mit dem Kreis Unna statt. Der stellte die Kontakte zu den Kreisen Coesfeld, Soest, Warendorf, Hochsauerland, Recklinghausen und den Städten Dortmund, Münster und Hamm her. Überall musste abgeklärt werden, wo die Touren entlang gingen und wie die Strecken gesichert wurden. Für jede einzelne Tour war ein anderer Radsportverein zuständig. Unter anderem der RSC Werne, der SV Herbern oder Capelle.

Schulte und Wenner begannen schnell mit der Sponsorenakquise. Denn es geisterten immer wieder die Gerüchte durch die Radsportszene, dass Veranstalter des Bundesradsporttreffens mit einem dicken Minus sitzen geblieben waren. Das passierte dem RSC Werne aber nicht.

Am Ende stand ein Umsatz von 70 000 Euro. 25 000 Euro blieben für den Werner Radsportklub übrig. Teile des Gewinns wurden gespendet, die beteiligten Vereine wurden entlohnt. Geld wird in den Jugendbereich gehen. „Eins ist klar, dass Gros des Geldes wird in den Sport investiert“, sagt Wenner.

Schöne, aber auch stressige Zeit

Es ist aber nicht das Geld, das Wenner und Schulte zuerst einfällt, wenn sie an das Bundesradsporttreffen zurückdenken. Beide betonen zuerst, dass es eine schöne Zeit war. „Aber auch eine extrem stressige“, sagt Schulte. Er, Wenner und weitere Vereinsmitglieder hatten sich für die Veranstaltung zwei Wochen Urlaub genommen.

Die vielen Stunden, die sie zuvor investiert haben, können sie gar nicht mehr zählen. Täglich von 7 bis 21 Uhr waren sie an den Veranstaltungstagen im Einsatz. An manchen Tagen sogar bis 23.30 Uhr. „Selbst eine Tour mitzufahren, war gar nicht möglich“, sagt Wenner.

Die beiden Macher sind stolz auf das Geleistete. Stolz auf den Klub, der dieses Mammutprogramm gestemmt hat. „Aber solch einen Stress muss ich in den nächsten Jahren nicht mehr haben“, sagt Schulte. Der hatte nach dem Bundesradsporttreffen gleich noch eine Woche Urlaub drangehängt. Er fuhr an die Ostsee. Sein Fahrrad war natürlich dabei. - red

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