Kathrin Wacker: Sportplakette für eine überragende Saison

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Kathrin Wacker bei einer Siegerehrung.

WERNE - Sie wird 2013 Zweite im Deutschen Dressur-Derby für Ponys, Achte bei der Deutschen Meisterschaft in der Pony-Dressur, Dritte bei der Westfalenmeisterschaft, Siegerin im Westfalen-Championat der Junioren-Springreiter – und mehr. „Ich kann das selbst noch gar nicht so recht fassen“, sagt Kathrin Wacker.

An diesem Samstag wird die Reiterin des RV St. Georg Werne für ihre Erfolge im Sattel mit der Sportplakette der Stadt Werne ausgezeichnet.

Die beiden Höhepunkte sind für die nun 15-Jährige das Deutsche Derby in Hamburg und die Deutsche Meisterschaft auf dem Olympiagelände in München-Riem. „Das Derby war schon richtig toll. Die besten Drei durften sich vor dem letzten großen Springen auf dem Hauptplatz präsentieren – mit Nationalhymne. Das war echt cool vor vollen Rängen“, schwärmt Kathrin von der Veranstaltung im Mai.

„Fast schon gleichwertig“ sei die Deutsche Meisterschaft gewesen – von der Atmosphäre her, aber auch von der sportlichen Leistung. „Vorher haben wir gesagt: Es wäre schön, wenn es vielleicht mit dem Finale klappen würde....“ sagt Kathrin. Nach zwei schweren Wertungsprüfungen hatte sie sich als Siebte ihren Wunsch erfüllt – nicht zuletzt deshalb, weil sie mit Moglie zweimal die Schallmauer von 70 Prozent nach oben durchbrach.

Und auch in der Kür lief es prima. Wieder standen mehr als 70 Prozent auf den Wertungskarten. Dies auch, weil Kathrin Wacker ein moderne Kür zeigte. „Wir waren uns erst nicht sicher, weil man den Geschmack der Richter nicht kennt“, sagt sie. Aber die begleitende Musik von Lana del Rey, Taio Cruz oder den Ärzten traf diesen offensichtlich. Und weil auch die sportliche Darbietung passte, gab’s den tollen achten Rang im Endklassement.

Ihr Sportkollege, der inzwichen 14-jährige Moglie, „ist gerade im besten Alter“, wie Kathrin sagt. Also kann dieses Paar auch in der anstehenden Saison noch einmal für Furore sorgen – natürlich vorausgesetzt, Pferd und Reiterin bleiben gesund. „Moglie ist aber schon sehr robust“, sagt Kathrin über den ehemaligen Bundes-Vizechampion, gezogen von Mandingo aus einer Merlin-Mutter.

Mit Viola wird parallel ein junges Springpferd aufgebaut, mit dem im Parcours der Übergang in das Juniorenlager geplant ist. „Sie hat sicher das Potenzial für schwere Springen, aber auch da heißt es: Gesund bleiben und abwarten“, sagt die Gymnasiastin, die dank ordentlicher Noten keine Probleme hat, für größere Turniere freigestellt zu werden.

Das alles ist Resultat einer geduldigen Trainingsarbeit. Zwei Stunden – Stallarbeiten und Pferdepflege sind da nicht eingerechnet – gehen im Durchschnitt am Tag für das Training drauf. „Aber mir macht es Freude“, sagt Kathrin, und: „Es hilft mir aber auch, dass Mama und Papa selber reiten. Bei uns dreht sich alles um diesen Sport. Anders wäre es wohl, wenn ich einen Fußball spielenden Bruder hätte...“

Aktuell sitzt Kathrin Wacker aber nicht im Sattel, sondern steht auf zwei Brettern: Mit einer Gruppe des Selmer Gymnasiums besucht sie bis Samstag das Alpachtal in den Kitzbüheler Alpen. Zur Verleihung der Sportplakette wird sie am Abend rechtzeitig in Werne sein. Lange wird die 15-Jährige die Feierlichkeit im Kolpingsaal jedoch nicht genießen dürfen.

Erstes Highlight in der Halle Münsterland

Denn am Sonntag wird ihr Wecker in aller Frühe klingeln. „Ich denke, schon weit vor sechs Uhr“, sagt Kathrin Wacker. Um 8.30 Uhr wartet bereits die erste große Herausforderung des Jahres auf sie. In der Halle Münsterland reitet Kathrin Wacker beim „K+K-Cup“ mit ihrem Moglie gegen die stärkste westfälische Konkurrenz eine FEI-Aufgabe für Ponyreiter. „Leider“, sagt Vater Josef Wacker, „beginnt die Startfolge beim Buchstaben M wie Moglie. Da wird sie wohl die Erste sein, die einreiten muss.“

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