U14-Hockeyjungen des TV: Ehrgeizig und mit Teamgeist

WERNE -  Der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Bei der WHV-Zwischenrunde vor heimischem Publikum in der Linderthalle am 23. Februar 2013 machten die U14-Jungen des TV Werne den Einzug in die Endrunde der Westdeutschen Meisterschaft perfekt.

Dass dort am Ende „nur“ der vierte Rang heraussprang, schmälerte die fantastische Saison des Vize-Westfalenmeisters nicht.

Der TVW war mit den „Besten im Westen“ auf Augenhöhe. Lohn: Die Wahl zur „Mannschaft des Jahres 2013“ in Werne.

Rückblende: Als im Juni 2006 der totale Neuaufbau der Hockeyabteilung mit einem Schnuppertraining begann, waren fünf Spieler dieser Mannschaft schon dabei. Der Spaß am Hockey sprach sich schnell herum, das Gerüst der Truppe fand sich schnell zusammen. „Je früher Kinder mit dem Hockeysport beginnen, desto mehr technische und taktische Fähigkeiten können sie entwickeln“, sagt Benjamin Schröter, der Ende 2009 vom ehemaligen Abteilungsleiter André Wagner zum TV Werne gelockt wurde.

Ein Glücksgriff: Der ehemalige Junioren-Nationspieler, der wohl beste Trainer im gesamten Bezirk Westfalen, formte aus den Anfängern ein Top-Team – und das immer in enger Absprache mit Spielervater und Betreuer Wendelin Schriever. Geführt von diesem „Dreamteam“ an der Bande entwickelten sich die jungen Hockeyspieler ohne Druck weiter.

Freiwillige Sonderschichten

Großer Teamgeist, viel Ehrgeiz und Erfolgswille zeichnen den Charakter der Mannschaft aus. Viele Spieler der „Mannschaft des Jahres“ schieben freiwillig Sonderschichten im Talentzentrum in Münster. Dort messen sie sich mit den Stärksten aus ganz Westfalen. „Das hat viele Leistungsträger entscheidend weiter gebracht“, weiß Wendelin Schriever.

Bei der WHV-Zwischenrunde platzte der Knoten endgültig. Selbst Chefcoach Schröter war überrascht, was in seinen Schützlingen steckt. „Der eine oder andere hatte eine regelrechte Leistungsexplosion“, denkt der 39-Jährige gerne an das Heimturnier gegen den Crefelder HTC, Bonner THV und SW Essen zurück. Die vielen Zuschauer und die euphorische Stimmung kitzelten die letzten Prozente heraus. „Dieses Turnier war eigentlich schon das Highlight. Die trostlose Atmosphäre bei der Endrunde in Rheine hat die Jungs dann scheinbar gehemmt“, meint Schriever, warum es zwei Wochen später nicht zum ganz großen Wurf auf westdeutscher Ebene gereicht hat.

Nach der Hallensaison 2012/13 rückte der WHV-Vierte in die B-Jugend auf. Vor der aktuellen Spielzeit gingen die ehrgeizigen Hockeycracks auf das Trainerteam zu. Sie waren sich einig, sich weiter entwickeln zu wollen und forderten einen Platz in der WHV-Oberliga. „Wir waren erst skeptisch, sind jetzt aber positiv überrascht, wie gut wir mithalten können“, freut sich Wendelin Schriever.

Am letzten Spieltag der Vorrunde hat der TV Werne die Chance, noch weiter zu kommen. Genau wie der Erfolg von Wernes „Mannschaft des Jahres 2013“ ist auch der gesamte Aufschwung der Hockeyabteilung nicht das Werk eines einzelnen Retters, sondern das Resultat von vielen helfenden Händen. Angefangen mit den engagierten Betreuern, dem unermüdlichen Einsatz der Eltern, die ihre Kinder hunderte Kilometer im Jahr zu den Spielen in ganz Westfalen begleiten oder bei Turnieren Kaffee und Kuchen verkaufen, bis zum Vorstandsteam und Cheftrainer Benjamin Schröter.. - awa

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