Sponsor-"Club 100" des Werner SC erhält Zuwachs aus der Politik

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Der Grünen-Politiker Benedikt Striepens (Dritter von links) und sein SPD-Kollege Lars Hübchen (Vierter von links) sind dem „Club 100“ beigetreten und wollen so ein Zeichen für den leistungsorientierten Sport setzen. Geschäftsführer Stefan Möller, Kassierer Michael Laschitza, Trainer Lars Müller und Kapitän Joel Simon empfingen die Fraktionsvorsitzenden am Dienstag im Rahmen des Trainingsabends.

Als „Mannschaft hinter der Mannschaft“ bezeichnet der Werner SC seinen „Club 100“. Das ist ein Zusammenschluss von Personen, die speziell die in der Landesliga spielende erste Seniorenmannschaft des Sport Clubs mit 100 Euro pro Saison fördern.

 „100 x 100 Euro sind auch 10 000 Euro an Unterstützung“, sagt WSC-Fußballchef Thomas Overmann. Zu den Sponsoren gehören bislang zahlreiche Werner Geschäftsleute und auch Privatpersonen wie etwa Hubert Schwichtenhövel, die dem Sport Club nahe stehen. 

Damit setzt der WSC nicht auf den einen großen Sponsor, sondern auf viele Unterstützer mit einem kleineren Geldbetrag. Zuwachs dafür gab es nun in dieser Woche aus der Werner Lokalpolitik für diesen Zusammenschluss.

 Benedikt Striepens als Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat und Lars Hübchen, der die gleiche Funktion für die SPD ausführt, sind nun dem „Club 100“ beigetreten. Das haben sie zwar als Privatpersonen gemacht, wollen damit aber auch ein sportpolitsches Signal senden. 

Striepens etwa sieht hinter der Landesliga-Mannschaft „eine Vorzeigeobjekt auch für die Jugend, an dem die sich orientieren kann. Das ist eine Mannschaft, die in die Stadt hinein wirkt.“ 

Jahrzehnte lang habe er keinen Werner Sportpatz als Zuschauer betreten. „Ich gehe nicht ins Stadion, so lange alle Werner Mannschaften in der Kreisliga spielen“, begründete Striepens das. Speziell den Weg, wieder Werner Talente zurück in die Lippestadt zu holen, die früher höherklassig bei der Hammer SpVg (Robin Przybilla), Preußen Münster (Nicco Holtmann) oder auch RW Ahlen (Zoran Martinovic) spielten, finden Hübchen und Striepens sympathisch. 

Zudem ist die erste Mannschaft weiterhin mit vielen weiteren Spielern mit Werner Wurzeln bestückt, was sich mittlerweile in den wachsenden Zuschauerzahlen bei den Heimspielen zeige. Auch Talente wie Niclas Beckerling und Torwart Henrik Pollak haben den Sprung aus der eigenen Jugend in den Landesliga-Kader geschafft, dazu sorge auch ein Fachmann wie Ex-Profi Lars Müller als Trainer und Talentförderer, so Overmann.

 „Es darf aber keinen Stillstand geben. Wir müssen sehen, dass wir Jugendmannschaften höherklassig bekommen“, sagt Overmann. Das hat der WSC in seiner 19-jährigen Vereinsgeschichte noch nicht geschafft und auch bei den Vorgängervereinen SSV und Sportfreunde kann sich an so etwas kaum noch jemand erinnern. Denn dann müssten Talente auch nicht mehr ihren Heimatort verlassen, sondern könnten auch in Werne überkreislich spielen – und auch das wäre eine gegenseitige Befruchtung.

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