LippeBaskets Werne: Spitzenspiele als Belohnung

+
Cajus Cramer (rechts) und seine Teamkollegen fiebern den Top-Duellen in der Oberliga entgegen.

WERNE - Es sind glänzende Aussichten, die sich der Oberligist LippeBaskets Werne zum Ende der Hinrunde erarbeitet hat. Zum einen hat das Team von Trainer Toni Bevanda mit einem überzeugenden 81:76-Erfolg beim bisherigen Tabellendritten VfL AstroStars Bochum II selber Platz drei übernommen. Zum anderen stehen nun die Top-Duelle gegen den Spitzenreiter TSV Hagen und eine Woche später beim Zweitplatzierten TV Gerthe an.

Die Vorfreude auf die Duell ist dem sportlichen Leiter der LippeBaskets, Jens König, deutlich anzuhören: „Es ist alles angerichtet für ein interessantes Spiel. Das wird ist der Saison-Höhepunkt, zu dem wir hoffen, dass wir unseren sechsten Mann wieder aktivieren können.“

Bevor es am Samstag ab 19.30 Uhr zum Duell Dritter (LippeBaskets) gegen den Ersten (Hagen) kommt, gibt es einiges an Ballyhoo: Von den Werner Basketballern werden Einlaufkinder für beide Mannschaft gestellt, auch die Team-Präsentationen werden vermutlich ein wenig üppiger ausfallen.

Dass sich so schnell in der Ballspielhalle wieder die Konstellation für ein Spitzenspiel ergibt, war vor anderthalb Jahren nicht absehbar. Da zog sich Werne freiwillig in die Oberliga zurück und setzte auf eigene Kräfte statt auf Importspieler, und das Team schwebte nach dieser Komplett-Neuausrichtung zum Ende der Hinrunde in Abstiegsgefahr.

Eine starke Rückrunde in der vergangenen Saison später mit einem ausgeglichenen Punktekonto und eine genauso bemerkenswerte Hinrunde in der neuen Saison haben sich die jungen Werner Spieler um Cajus Cramer, und Sebastian Voigt diese Topduelle mit einer gestiegenen Wahrnehmung erarbeitet und verdient. Acht Siege und drei Niederlagen – zwei gab es zu Hinrundenbeginn gegen Hagen (67:78) und Gerthe (71:77) – lautet die Bilanz.

Die Entwicklung, die maßgeblich vom neuen Trainer Toni Bevanda befördert wurde, wie Jens König immer wieder heraus stellt, zeigte sich auch am Sonntag beim Gastspiel in Bochum. In der ersten Hälfte war der Gast dermaßen dominant und führte deutlich mit 40:25 gegen den besser platzierten Gastgeber und zeigte die besten 20 Minuten in dieser Spielzeit – und das obwohl mit Niehüser und Tübel zwei Center und mit Jan König (Grippe) ein erfahrener Aufbauspieler fehlte.

Und als Bochum acht Minuten vor Schluss auf 59:60 verkürzte, „hatten sie eigentlich das Momentum auf ihrer Seite“, so Jens König.

Frederic Meinert mit zwei Dreiern in Folge und Voigt von der Freiwurflinie nach taktischen Fouls gegen ihn sorgten dann für den Werner Sieg. „Wenn Du so ein Spiel noch nach Hause bringst, das zeigt von einer gewachsenen Routine und Abgeklärtheit. Und von der Spielstärke, die wir in der ersten Hälfte gezeigt haben, war ich selbst überrascht.“

Aber auch Hagen musste bei seinem 69:65-Sieg im Spitzenspiel in Soest schwierige Situationen wie einen 52:55-Rückstand überstehen – und wird Werne nicht auf die leichte Schulter nehmen. Diesen Respekt und die Hochachtung haben sich die LippeBaskets hart erarbeitet. Und sie wollen mehr. „Wir wollen die beide nächsten Spiele abwarten. Dann können wir nochmal über das Thema Aufstieg reden“, sagt König. Und er weiß, dass sein Trainer Bevanda sich wieder etwas ausdenken wird... - fraz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare