Spitzenreiter Senden strauchelt gegen Werner SC, Verfolger FCO aber auch

Fast schon sinnbildlich: Der FC TuRa Bergkamen – hier mit Angreifer Yasin Gider – liegt nach dem 0:1 gegen den VfB Lünen am Boden und steht wohl als erster Absteiger fest. -  Foto: Lenfers-Lücker

Berglamen - Nach dem 0:1 gegen den VfB Lünen im Kellerduell kann der FC TuRa Bergkamen schon für die Kreisliga planen. Der FC Overberge verpasste durch das 0:2 beim TuS Hannibal den Anschluss an den patzenden Spitzenreiter VfL Senden.

Große Hoffnungen hatte man nach dem Auftakterfolg gegen den SC Dorstfeld beim FC TuRa Bergkamen in den Monat März gesetzt. Zweimal war das Team von Kurt Gumprich nun in eben jenem Monat aktiv, zweimal setzte es knappe und vor allem überflüssige Niederlagen.

FC TuRa beginnt Abschiedstournee

Fünf Punkte stehen derzeit auf der Habenseite des abgeschlagenen Schlusslichtes. Dorstfeld hat als Vorletzter schon 17 Zähler, der VfB Lünen als erster derzeitiger Nichtabsteiger weist 19 Punkte vor. Der Abstieg scheint also kaum noch vermeidbar, zumal der FC TuRa durch das 0:1 gegen Lünen auch noch gegen einen direkten Konkurrenten verlor. „Und das völlig zu Recht. Was wir in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, das war alles andere als Bezirksliga-tauglich“, nahm Trainer Kurt Gumprich kein Blatt vor den Mund.

Zehn Spiele gilt es nun noch für die Bergkamener zu bestreiten. Zehn Charaktertests auf der Abschiedstour werden es wohl in Anbetracht der Tabellensituation werden. Rechnerisch ist zwar noch alles möglich, praktisch aber kann man sich am Nordberg schon auf die Kreisliga vorbereiten.

Am anderen Ende der Tabelle hatte es sich der FC Overberge am Sonntag ebenfalls selbst zuzuschreiben, dass man das Schwächeln von Tabellenführer VfL Senden nicht ausnutzte. Der Ligaprimus unterlag 1:2 gegen einen diszipliniert verteidigenden Werner SC, der FC Overberge aber patzte nach zuletzt neun Siegen in Serie beim 0:2 in Hannibal ebenfalls.

„Das war ein Spiel, in dem wir nicht schlau gespielt haben und das verdient verloren wurde“, fasste FCO-Trainer Marc Woller zusammen. „In Halbzeit eins waren wir zumindest noch ebenbürtig. Nach dem Wechsel war es dann eine Frage der Zeit, bis die Gegentore fallen.“

Zwischendrin hatte Keeper Patrick Thomas sein Team mit guten Paraden noch im Spiel gehalten, eine Viertelstunde vor Schluss knackten die Gastgeber aber doch das Bollwerk.

Öztürk-Taktik bietet Anschauungsunterricht für Marc Woller

Somit hat der FCO auch weiterhin fünf Zähler Rückstand auf Senden. Von hinten rückt der Werner SC nach dem Erfolg bis auf sieben Punkte an Overberge heran, hat aber bereits eine Partie mehr ausgetragen als das Woller-Team.

Aber immerhin hat Woller nun ein weiteres Mal gesehen, wie man Senden bezwingen kann. Der Werner SC verdichtete bei Sendener Ballbesitz von einer Dreier- auf eine Fünferkette, in dem die Außenspieler im Mittelfeld sich defensiv orientierten. Und mit dem Schachzug, den genauso jungen wie abgeklärten Leon Heese aus der Reserve in die Dreierkette zu holen, hatte er einen wichtigen Stabilisator dabei.

Zur taktischen Meisterleistung passte auch der hohe Einsatz und der Versuch, mit der einzigen Spitze Erkan Baslarli für Entlastung zu sorgen. „Die Werner waren einfach viel bissiger im Zweikampf“, sagte Sendens Trainer Rainer Leifken nach der Partie. Worte, die sich Marc Woller für sein Team merken sollte, wenn es am 10. April zum Spitzenspiel daheim gegen Tabellenführer aus dem Münsterland kommt.

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