Landesligist verliert knapp

Spitzenreiter Nottuln kontert den Werner SC spät aus

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Der WSC verlor unglücklich gegen den Spitzenreiter.

Werne – Der Werner SC hat in der Landesliga (4) dem Tabellenführer GW Nottuln einen tollen Fight geliefert, verliert aber durch einen späten Gegentreffer des eingewechselten Aaron Schölling mit 0:1 (86.).

 Nottuln vergrößert den Vorsprung an der Spitze auf sieben Punkte, der WSC bleibt weiter neun Zähler vor der Abstiegszone. Gegenüber dem ziemlich emotionslosen Auftritt beim Derby in Herbern baut Lars Müller um: 

Torhüter Pollak und Colin Lachowicz rücken für die verletzten Hoppe und Poggenpohl in die Startelf, Schuster und Niewalda ersetzen Przybilla und Saado. Statt des üblichen 3-4-3 setzt Müller auf ein 4-4-2 mit zwei Sechsern (Yannick Lachowicz, Foroghi) und mit dem Sturmduo Schuster-Durkalic.

 Als die Gastgeber sich nach etwas mehr als zehn Minuten an die Systemumstellung gewöhnt haben, muss Nottuln eigentlich schon führen. Henrik Pollak rettet bereits in der zweiten Minute beim Herauslaufen mit einer Fußabwehr gegen Warnat. 

Vier Minuten später taucht Wessing frei vor ihm auf, doch auch hier wehrt der WSC-Keeper den Ball mit dem Fuß ins Toraus ab. Danach wird der WSC immer stabiler in seinen Aktionen. Nottuln hat dagegen zwar viel Ballbesitz, aber keine Ideen, um seine spielerische Stärke aufs Feld zu bringen. Annäherungen auf Werner Seite gibt’s durch einen Distanzschuss von Durkalic (29.) und einen Freistoß von Stöver (35.). Dann taucht überraschend Innenverteidiger Martinovic frei vor Gästekeeper Kemmann auf, soll beim Zuspiel aber im Abseits gestanden haben. Müller protestiert hier ebenso wie Sekunden vor der Pause, als Yannick Lachowicz von Messing attackiert wird. 

Die Werner wollen eine Tätlichkeit gesehen haben, Schiedsrichterin Jasmina von Gratowski entscheidet nach Rücksprache mit einem Assistenten auf Foulspiel, Gelb und Freistoß für Werne. Auch nach dem Seitenwechsel brauchen die Gastgeber in etwa zehn Minuten, um wieder so richtig ins Spiel zu finden. 

Nach 54 Minuten freuen sich alle Werner nur kurz, denn Schuster trifft nach einem Konter über Durkalic ins Netz, befand sich beim Anspiel aber im Abseits. In der Folge macht der WSC seinen Gästen, die nichts unversucht lassen, das Leben schwer. Alle arbeiten gut und konzentriert gegen den Ball und zeigen dabei eine ganz andere Körpersprache als noch im Derby. 

Und die Gastgeber werden mutiger – letztlich zu mutig. Fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit sind alle zu weit aufgerückt. Gegen den schnellen Konter der Nottulner über ihre linke Seite fehlt die Absicherung und der eingewechselte Aaron Schölling trifft aus gut 20 Metern Entfernung flach ins lange Eck. 

Die Werner versuchen in der Schlussphase noch einmal alles und besitzen sogar zwei Top-Chancen: Zunächst trifft Saado nach einem Bodenduell im Fünfer nur den Außenpfosten (89.), dann dringt Przybilla in der Nachspielzeit über halbrechts in den Strafraum ein und ist frei vor Kemmann, doch der verkürzt den Winkel und wehrt zur Ecke ab (90.+2). Die lässt von Gratowski noch ausführen, dann ist Feierabend. 

Werner SC: Pollak – Link, Martinovic, Holtmann, Stöver – Niewalda (80. Przybilla), Foroghi (72. Saado), Y. Lachowicz, C. Lachowicz (68. Runde) – Schuster, Durkalic 

Tor: 0:1 (86.) Schölling

Bes. Vork.: Gelb-Rot Schöne (GW, 90.+1) für Unsportlichkeit

Es sagten:

Lars Müller (Trainer WSC): Nottuln ist schon spielerisch stark. Wir haben unser bisher bestes Spiel gemacht in diesem Jahr. Wir haben stark gegen den Ball gearbeitet und das auch schon in der ersten Halbzeit spielerisch gut gelöst. Klar, dass Nottuln mehr Ballbesitz hatte. Beim Gegentor müssten wir etwas machen, damit sie den Konter nicht spielen können und schneller umschalten. 

Oliver Glaser (Trainer Nottuln): Das war ein hartes Stück Arbeit gegen eine gut organisierte Mannschaft. Wir haben uns sehr schwer getan, uns Chancen zu erspielen. Zweite Halbzeit hatten wir mehr Zug zum Tor und den Lucky Punch kurz vor dem Enden nehmen wir natürlich gerne mit. Werne hat sich gegenüber der verganenen Saison deutlich weiterentwickelt.

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