Simon Bennett erster Zugang bei den LippeBaskets

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Simon Bennett (mit Fanschal) mit Trainer Christoph Henke, dem sportlichen Leiter, Jens König, und seinen künftigen Teamkollegen.

Werne – Die LippeBaskets Werne haben am Abend den ersten Zugang für die Saison 2019/2020 in der 2. Regionalliga vorgestellt. Es ist mit Simon Bennett von den Grevenbroich Elephants ein Routinier. Der 34-jährige Guard spielte zuletzt für die Rheinländer in der NRW-Liga und war für diesen Klub auch schon als Cheftrainer tätig.

Bennett, geboren am 28. März 1985 in Christchurch (Neuseeland), war seit 2012 bei den Grevenbroichern aktiv, stand auch zuvor als Stammspieler mit den NVV Lions aus Mönchengladbach für vier Jahre in der 2. Bundesliga auf dem Parkett. „So mit im Durchschnitt 25 Minuten Einsatzzeit“, erinnert er sich. Gelobt werden seine Spielintelligenz und sein sicheres Händchen aus der Distanz, dass er sich auch bei einem 2-jährigen Highschool-Aufenthalt in den USA antrainierte. 

Der Kontakt kam eher zufällig zustande. Christoph Henke, Trainer der LippeBaskets, hat Ohren und vor allem Augen immer offen, wenn es um seinen Sport geht. Und so entdeckte er bereits im Februar auf der Online-Plattform der Rheinischen Post einen Artikel über Bennett, in dem dieser seinen Abschied aus Grevenbroich zum Ende der Saison 2018/2019 angekündigt hatte. Er sehe seine berufliche und private Zukunft in Dortmund, wo seine Freundin Handball spielt, ließ er die Leser wissen. Und auch das: Für den SVD Dortmund werde er nicht auflaufen...

 „So habe ich ihn sehr früh kontaktiert“, sagt Christoph Henke, und: „Als er dann noch gesagt hat, dass er in Bergkamen wohnt, habe ich ihm gesagt: Besser geht es doch nicht.“ Bennett trainierte bereits einige Male bei den LippeBaskets mit und hat scih bei ihnen für das Finale um den Westdeutschen Pokal fit gehalten, das er mit Grevenbroich gegen die BG Dorsten schließlich in zwei Spielen verloren hat. „Ich glaube, dass er uns helfen kann“, sieht Henke den Routinier als wertvolle Ergänzung für den seit Jahren gewachsenen Kader an. „Wir haben ihn mit unserem Konzept überzeugt, mit einer seit vielen Jahren gewachsenen Vereinsstruktur und mit einer Mannschaft, die schon lange zusammen ist. Ich weiß, dass auch ein, zwei andere Vereine ihn gerne gehabt hätten“, sagt Henke. 

Der Dreier-Spezialist wird die Lücke auf der Aufbauposition schließen, die die Verletzung von Sebastian Voigt gerissen hat. Henke: „Basti wird nach seiner Hüft-OP noch mehrere Monate ausfallen. Da besteht auf dieser Position Bedarf. Jordan Rose hat das zuletzt fast alleine gemacht, unterstützt von Cajus Cramer oder Lukas Wiedey, aber da hätte nichts passieren dürfen.“ Rose und Bennett dürften sich ergänzen: „Simon gehört zu den starken Distanzschützen, Jordans Stärke sind die Läufe zum Korb mit enormer Geschwindigkeit. Sie werden gut harmonieren“, sagt Henke. 

„Das ist wie früher als 15- oder 16-Jähriger. Die Amerikaner gingen zum Korb und ich durfte aus der Ecke schießen“, sagt Bennett, der seit 1994 in Deutschland lebt und einst mit dem TV Willich gegen die Werner gespielt hat, die da noch unter dem Dach des Turnvereins in der 1. Regionalliga spielten. Nach der Saison hatten sich Henke und Bennett noch einmal zusammengesetzt, um abzuchecken, was möglich ist. „Er hat wieder richtig Lust als Spieler aktiv zu werden“, weiß Henke über den 1,88 Meter großen Guard. „Ich möchte noch einmal wieder richtig fit werden“, sagt Bennett und freut sich schon auf den „Vorher-Nachher-Fotovergleich“ mit Abschluss der Vorbereitung.

 In Werne freuen sich alle über ein Sportlerpärchen als Zuwachs in der LippeBaskets-Familie, denn Bennetts Freundin Jennifer Lauber spielt Handball beim TuS Westfalia Kamen. Vor allem Henke, denn: „Sportlerpärchen sind immer gut. Da ist immer die Akzeptanz für Trainingszeiten deutlich größer“, sagt er. Und der Sportliche Leiter, Jens König, der Spieler aus vielen, vielen Nationen nach Werne lotste, hatte auch noch seinen (Sammel-)Spaß, denn: „Einen Kiwi hatten wir hier auch noch nicht.“

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