Daria Krügers starkes Debüt beim Silvesterlauf

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Ein Selfie von den stolzen Finishern (von links) des Werne mit Medaille: Die schnelle Daria Krüger, Anja Leistner und Debütant Sven Zieseniß. TV

WERNE -  Ein Aktiver unter der Stundenmarke und die Debütantin Daria Krüger aus Werne, die es auf Anhieb in die Top-20 bei den Frauen geschafft hat. Das sind die herausragenden Resultate der heimischen Läufer beim 33. internationalen Silvesterlauf von Werl nach Soest – dem größten seiner Art in Deutschland.

Jürgen Teicher (M45) von den Laufsportfreunden Werne blieb als Gesamt-58. in 57:55 Minuten unter einer Stunde. Aus seinem Verein folgte das Brüderpaar Matthias und Norbert Schaaf, die sich im Vergleich zum Vorjahr steigerten und diesmal ihre Positionen beim Zieleinlauf tauschten (beide 1:04:54).

Schnellster Läufer des TV Werne war Dirk Böhle, der knapp nach dem LSF-Trio ins Ziel kam. Aus der großen Schaar an heimischen Startern – 28 kamen aus Werne, 13 aus Herbern und zwei stellte der TLV Rünthe – ragte aber Daria Krüger heraus.

Die 39-Jährige benötigte für die 15 Kilometer lange Strecke von der Werler Stadthalle bis zum Marktplatz in Soest 1:06:29 Stunden und war überglücklich über ihre Zeit und den frenetischen Jubel beim Zieleinlauf.

Schon zweitschnellste Frau des TV Werne

Dabei ist die gebürtige Polin erst seit dem 1. Mai Mitglied im TV Werne und bestritt da ihren ersten Wettkampf – und ist schon jetzt nach ihrer Freundin und Trainingspartnerin Claudia Nachtwey (die fehlte wegen ihres Urlaubs) die zweitschnellste Aktive des TV Werne auf den Mittelstrecken. Im Herbst 2013 lernte die deutsche Staatsbürgerin Nachtwey beim Hanselauf in Lünen-Brambauer („Da war ich noch sehr, sehr schlecht“) kennen – und ließ sich überzeugen, mit dem Laufen anzufangen. „Mit war vorher die Decke auf dem Kopf gefallen“, begründet Krüger diesen Schritt.

Seit dem intensiveren Training „geht die Leistungskurve steil nach oben. Aber ich tue auch etwas dafür“, bezeichnet sich Krüger als ehrgeizig, und: „Von nichts kommt nichts.“

Auch gestern absolvierte sie einen Tag nach dem Silvesterlauf einen Trainingslauf am Kanal in Rünthe.

Der Rahmen für ihren ersten Lauf über 15 Kilometer sei herausragend gewesen. „Die Organisation des Laufes ist perfekt. Und auch Dirk Böhle habe mit der Busfahrt für einen tollen Rahmen gesorgt. „Die Stimmung war auf der Hinfahrt positiv und auf der Rückfahrt gelöst. Zur Belohnung für die Leistung gab es für jeden Starter einen Berliner und wir haben gefeiert“, berichtet Krüger.

Für sie ist Laufen Teamsport. „Wir laufen gemeinsam. Jeder zieht den anderen und feuert ihn an.“ So habe Krüger weiter Teile der Strecke mit ihren Vereinskameraden Anja Leistner und dem Debütanten Sven Zieseniß absolviert.

Das wöchentliche Trainingspensum der Einzelhandelskauffrau umfasst einen langen Lauf von 17 bis 20 Kilometer und zwei zwischen zwölf und 15. „Dazu kommt dienstags das Intervalltraining mit Claudia Nachtwey. „Das hat mich richtig nach vorne gebracht“, erklärt die Ausdauerläuferin.

Als nächstes steht im Januar und Februar die Teilnahme an der Hammer Dreierserie mit Läufen über zehn,15 und 21,1 Kilometer an. „Im Training bin ich zwar schon einen Halbmarathon gelaufen, aber bei einem Wettkampf wird auch das dann mein Debüt“, ist Krüger auf ihre Zeiten gespannt.

Am wohlsten fühlt sie sich aber auf der Zehn-Kilometer-Distanz. „Da kann ich meine Schnelligkeit ideal nutzen“, meint sie, und: „Ich möchte in diesem Jahr auf dieser Strecke eine 43 davor stehen haben“, wünscht sie sich eine weitere Steigerung. Und irgendwann soll dann auch mal ein Marathon folgen.

Aber Krüger und Zieseniß waren nicht die einzige Premierenläufer. Peter Thomas und Sonja Hess von den Fitnessboxern des TV Werne gingen genauso erstmals auf die Strecke wie Silvia Hausschopp. Auch aus Herbern gab es einige Debütanten wie den früheren Tischtennis-Spieler Tom Greve. - fraz

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