SVH siegt gleich im ersten Test, Eintracht mit guter Generalprobe

Eintracht Wernes Manfrey Hessfeld im Zweikampf mit Kamens Sudhaus.  Foto: Wagner

Werne - Es geht in die heiße Phase: Am Wochenende testeten die heimischen Fußballer intensiv. Unfreiwillig spielfrei war allerdings der Werner SC.

Denn der für Samstag geplante Test zwischen den Fußball-Bezirksligisten Werner SC und Westfalia Rhynern II wurde abgesagt. Der Grund war der Starkregen in Kombination mit dem starken Wind, der ein geordnetes Spiel kaum ermöglicht hätte.

Eventuell wollen die beiden Vereine am Donnerstag einen neuen Versuch unternehmen, um gegeneinander zu spielen.

Testspiel: Hombrucher SV – SV Herbern 1:2 (1:1). Erster Test, erster Sieg – so lautet die Erfolgsbilanz des Landesligisten SV Herbern. Beim klassengleichen Staffelkonkurrenten, der bislang seine drei Freundschaftsspiele allesamt gewann, hatten die Herberner vor allem in der zweiten Hälfte den längeren Atem.

Im ersten Durchgang hätten sich die Blau-Gelben über einen Rückstand zur Pause nicht beschweren dürfen. Hombruch hatte das Chancenplus und ging nach rund zehn Minuten in Führung. Beim Doppelpass der HSV-Offensive war das Stellungsspiel der Herberner nicht optimal, so dass Hombruchs Mirza Basic zur Führung der Gastgeber traf.

Die Herberner zeigten sich aber zunächst unbeeindruckt. Nur zehn Minuten später eroberte Dominick Lünemann den Ball, passte auf Carlo Bentrup, der den Ball am Sechzehner auf Daniel Krüger ablegte. Aus halblinker Position traf dieser dann zum Ausgleich. Danach hatte Hombruch noch weitere Chancen zur Führung, es blieb aber beim für Herbern eher schmeichelhaften Remis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel wechselten sich die Möglichkeiten auf beiden Seiten munter ab, Krüger vergab für die Herberner freistehend vor dem Tor. Eine Einzelaktion von Julian Trapp brachte dann den entscheidenden Treffer.

„Insgesamt bin ich zufrieden. Aber ich denke, dass wir vor allem in der Defensive aggressiver spielen müssen und schneller nach vorne kommen müssen“, benennt Bentrup die Baustellen, die es noch zu bearbeiten gilt.

Der nächste Test steht am kommenden Samstag um 14.30 Uhr zu Hause gegen Bezirksligist TuS Lohauserholz an.

Tore: 1:0 (11.), 1:1 (23.) Krüger, 1:2 (69.) Trapp

SV Herbern II – Fortuna Walstedde 3:1 (1:0). Eine starke Leistung hat die Herberner Reserve am späten Sonntagnachmittag gezeigt. „Wir sind auf einem guten Weg. Das war eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche“, lobte Schütte sein Team.

Zwar sei die Fehlpassquote immer noch ziemlich hoch gewesen, doch kamen bereits wesentlich mehr Bälle beim Mitspieler an. Und in der Abwehr ließen die Gastgeber dem Team aus der Kreisliga A (Beckum) nur wenig Raum zur Entfaltung. Das 1:0 erzielte Winter-Neuzugang Simon Schwert nach einer scharfen Hereingabe von Stephan Schwert, als der Fortunen-Keeper den Ball nicht weg bekam (40.) Kurz nach der Pause erhöhte Lars Bußkamp nach Pass von Kortendick (50.). Und nachdem Ramon Lutter nach einem Alleingang noch scheiterte (63.), machte er es wenig später besser und erhöhte nach einem feinen Zuspiel von Stephan Aschoff auf 3:1.

Der nächste Test für das Team von Timy Schütte steht am kommenden Sonntag ab 14.30 Uhr gegen den SV Stockum an.

Tore: 1:0 (40.) Schwert, 2:0 (50.) Bußkamp, 2:1 (60.), 3:1 (67.) Lutter

Werner SC II – SV Stockum 1:2 (0:0). Die WSC-Reserve hat am Freitagabend im Testspiel gegen den Ortsrivalen SV Stockum eine knappe Niederlage kassiert. Die erste Halbzeit endete noch torlos und nach 57 Minuten ging die WSC-Reserve durch den Treffer von Angreifer Yannick Eisenbach in Führung. Zwei Treffer durch Lars Zimmer, den ersten davon per Freistoß, brachten den Sieg für die Stockumer.

Vor dem Seitenwechsel hatten beide Teams mit den widrigen äußeren Bedingungen bei Regen und Starkwind zu kämpfen. Das Geschehen spielte sich vornehmlich im Mittelfeld ab.

Tore: 1:0 (57.) Eisenbach, 1:1 (64.), 1:2 (75.) beide Zimmer

SV Rinkerode – SV Stockum 0:4 (0:2). Eine ganz starke Leistung zeigten die ersatzgeschwächten Stockumer am Sonntag bei A-Kreisligisten. Die Gäste spielten von Beginn an ein konsequentes Pressing und standen in der Dreierkette mit Ünal, Lupp und Barthel sicher. Das 1:0 erzielte Angreifer Tim Köhler im Nachsetzen. Beim 2:0 erzwangen Barthel und seine aufgerückten Mitspieler einen Fehler in der Rinkeroder Abwehr. Barthel eroberte den Ball und lief aufs Tor zu und vollstreckte (30.). Zudem vergab Köhler eine weitere Großchance.

Auch nach der Pause blieben die Grün-Weißen überlegen und bauten den Vorsprung weiter aus. Der gerade eingewechselte Lars Zimmer traf mit einem Drehschuss zum 0:3 (72.). Nur wenig später erhöhte Thierry Opsölder nach einer starken Einzelleistung über die rechte Seite (75.). Zudem vergab Köhler eine Kopfballchance und Kozlik traf die Latte und beim Nachsetzen wurde Zimmer hart angegangen (90.). „Wir wollen variabler spielen und wenig ausrechenbarer werden. Das hat schon gut geklappt“, sagte SVS-Trainer Ralf Gondolf.

Tore: 0:1 (20.) Köhler, 0:2 (30.) Barthel, 0:3 (72.) Zimmer, 0:4 (75.) T. Opsölder

SuS Rünthe – SuS Oberaden 1:1 (0:1). Mit einem leistungsgerechten Unentschieden endete gestern das Derby der beiden Bergkamener A-Kreisligisten, die im Liga-Betrieb in verschiedenen Staffeln auf Punktejagd gehen.

Vor der Pause war der Gast die bessere Mannschaft und ging durch Dino Suljakovic in Führung (15.). Zuvor vergab auf der Gegenseite für das Team von Spielertrainer Andre Henning Dominik Lühr nach einem Alleingang freistehend (10.). In der Folgezeit verdienten sich die Grün-Weißen ihre Führung. Aller dings vergab Suljakovic zwei weitere große Chancen, ebenso scheiterte Sascha Liebezeit.

Nach dem Wechsel wurden die Gastgeber stärker. „Wir haben durch unsere vielen Wechsel ein wenig den Rhythmus verloren“, sagte Oberadens Coach Michael Pannike. So vergab für die Gastgeber zunächst David Schenk freistehend, dem der Ball nach Großpietsch-Flanke über die Fuß rutschte. Für den Ausgleich war schließlich Dominik Lühr verantwortlich (69.). In der Folge spielte Oberaden seine Konter nicht zielstrebig genug aus und für Rünthe scheiterte Abdul Hasan mit einem Freistoß, den Lukas aus dem Winkel kratzte (88.). „Auch wenn die Trainingsbeteilung bislang nicht so zufriedenstellend ist, war das eine gute Laufeinheit“, sagte Henning.

Tore: 0:1 (15.) Suljakovic, 1:1 (69.) Lühr

VfL Kamen – Eintracht Werne 1:1 (0:0). Im letzten Testspiel überzeugte Kreisligist Eintracht Werne gestern gegen Bezirksligisten aus Kamen. Mit mannschaftlichem Zusammenhalt und ihrer läuferischen Leistung behaupteten die Werner sich.

In der ersten Halbzeit brachte die Eintracht offensiv nur einen Lattentreffer zu Stande. Brenzlige Situationen im eigenen Sechzehner konnten geklärt werden. Kamen wurde in der zweiten Halbzeit erst durch eine Standardsituation richtig gefährlich. Torwart Manuel Linke konnte den Ball nicht festhalten. Dieser fiel Mike Rothe, der anschließend nur noch einschieben brauchte, vor die Füße.

In der 86. Minute verwandelte Matthias Müller einen Elfmeter zum Ausgleich, nachdem Kamens Koch foulte. „Wenn wir diese Einstellung und Geschlossenheit in unserer Mannschaft beibehalten, ist im nächsten Spiel etwas möglich“, erklärte Trainer Jörg Fiebig. „Jeder Spieler muss seine Wege gehen und für den Sieg kämpfen.“

Er sieht eine sehr deutliche Steigerung im Gegensatz zum letzten Testspiel gegen die Sportgemeinschaft Massen, das die Eintracht 3:7 verlor. Jetzt zeigt die Formkurve trotzdem nach oben. Wenn die Leistung von gestern aber nicht abgerufen wird, rechnet Fiebig mit einem schwierigem Spiel gegen den Tabellenfünften BV Hamm 09. „Das Spiel heute war auch mental wichtig für das Team – es hat gezeigt, dass wir auch mit einer hochklassigen Mannschaft mithalten können“, sagte Fiebig. Aufgrund der schlechten Platzbedingungen in Hamm zweifelt Fiebig aber daran, dass das Spiel nächsten Samstag überhaupt stattfinden wird.

Tore: 1:0 (73.) Rothe, 1:1 (86.) Foulelfmeter Müller

Holzwickeder SC II – FC TuRa Bergkamen 6:1 (2:0). Der Bezirksligist aus Bergkamen verlor gestern sehr deutlich gegen A-Kreisligist Holzwickeder SC II. Die Spieler brachten dabei weder Laufbereitschaft noch Zweikampfverhalten auf den Platz. Trainer Kurt Gumprich sah eine verdiente Niederlage und keine Gegenwehr seines Teams. Dass fünf Spieler fehlten, war für ihn keine Entschuldigung – die Bergkamener spielten nicht im Ansatz mit. Sie gerieten schon in der ersten Viertelstunde in Rückstand. Kurz vor der Pause lag der FC TuRa bereits zwei Tore zurück. Die vier Neuzugänge, die gespielt haben, traten dabei kaum in Erscheinung. Der Gegner aus Holzwickede spielte im Gegensatz dazu gut und nutzte seine Chancen.

In der zweiten Halbzeit fielen deshalb in regelmäßigen Abständen vier weitere Treffer. Das Tor durch Kaz in der 60. Minute zum zwischenzeitlichen 1:4 verhinderte den hohen Sieg des HSC auch nicht mehr.

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