Erst Overberge, dann Lüdinghausen...

Sebastian Placzek wendet den Doppel-Abstieg aus der Bezirksliga 8 so eben ab

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Sebastian Placzek in aktion (hier noch für den FC Overberge).

Bergkamen/Lüdinghausen – Den persönlichen Super-Gau wendete Sebastian Placzek so eben ab. Der Routinier hat mit dem Bezirksligisten Union Lüdinghausen am letzten Spieltag durch ein 2:2 gegen den Holzwickeder SC II den Klassenerhalt geschafft,

Er hatte mit einem Tor und eine Vorlage großen Anteil, hätte aber mit einem verschossenen Strafstoß auch tragischer Held werden können. 

Und wäre das schief gegangen, wäre der 38-Jährige in einer Saison mit zwei Vereinen aus einer Liga abgestiegen. Denn in ser Hinrunde spielte der einstige Oberliga-Stürmer im Dress der Hammer SpVg für den hoffnungslos überforderten FC Overberge, der zu Beginn der Rückrunde abgemeldet wurde. 

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Placzek, der noch in der Hinrunde zweistellig für den FCO traf, in Richtung Westfalenring verabschiedet. Dort gab es nun die Last-Minute-Rettung. 

Tatsächlich war die Union auf die Schützenhilfe von Westfalia Wethmar (schlug Dorstfeld in einem irren Spiel mit 4:3) und Meister Bövinghausen (gewann in Scharnhorst 2:0) angewiesen. Das eigene 2:2 (0:1) gegen den Holzwickeder SC II allein hätte nicht gereicht, um wie vor zwölf Monaten auf den letzten Drücker die Klasse zu halten. 

Mit Wiederanpfiff nach dem 0:1 zur Pause rollte ein Angriff nach dem nächsten auf den HSC-Kasten zu. Keine fünf Minuten waren in Hälfte zwei gespielt, da schepperte es. Nach Sebastian Placzeks Freistoß landete der Ball bei Husken, der per Kopf zum 1:1 traf. Die Wende zum Guten? Noch lange nicht. Dorstfeld führte zu den Zeitpunkt 3:2 (sogar in Unterzahl), und auch die Lüdinghauser gerieten nach einem Konter noch mal in Rückstand. 

„Mein erster verschossener Elfmeter seit acht Jahren“

180 Sekunden später jedoch verwandelte Placzek nach Foul an Husken den fälligen Elfer zum 2:2 (66.). Kurz darauf schritt der Oldie erneut zum Punkt – wieder Elfmeter. Placzek scheiterte diesmal an HSC-Schlussmann Timo Harbott. „Mein erster verschossener Elfmeter seit acht Jahren“, stöhnte der Mittelfeldmann, der sich indes nicht grämen musste. Er wusste noch genau, dass er 2011 für den damaligen VfK Weddinghofen in der Landesliga sheiterte war. Das blieb damals wie heute ohne Folgen.

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