Gastkolumne

Sebastian Nieberg: "Im Triathlon zählt nur das Rennen auf Hawaii"

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Sebastian Nieberg (2. von rechts) mit seinen Teamkollegen Koch (l.), Hörsken und Jablonski (rechts). Dem Ironman drücken alle Werner Dreikämpfer für den Wettkmapf auf Hawaii die Daumen.

Das Aloha-Hawaii-Flair ist als Triathlet gerade allgegenwärtig. Den Ironman-Wettkampf schauen wir uns am Samstag ab 18.25 Uhr bei dem Vereinskollegen Martin Siemann an.

 In den letzten Jahren haben wir es immer mit sechs bis acht Leuten bei mir zu Hause geschaut. Wir treffen uns am Nachmittag zu einer Radausfahrt und werden uns dann die Übertragung anschauen mit Fokus auf das Profirennen. Das Feld ist in diesem Jahr aus meiner Sicht eines der stärksten Felder jemals. Alle Top-Stars sind fit und wir erwarten ein Gigantenduell. 

Bei den Amateuren wird uns nur eine App mit Tracking-Funktion Zwischenzeiten wie Schwimmausstieg, gewisse Zeitmessmatten beim Radfahren und Laufen auf den Stand bringen, wo unser Vereinskamderad Kamil Jablonski gerade unterwegs ist. Tennis hat vier Grand Slams, die Formel 1 21 Rennen. 

Im Langdistanz-Triathlon zählt aber nur ein Rennen, und das ist Hawaii. Es finden das ganze Jahr rund um die Welt Rennen statt. Aber auf Hawaii sind die besten Athleten in ihrer besten Form am Start, was das Rennen so besonders macht. 

Die ganze Triathlon-Welt schaut in der Rennwoche auf Big Island. Sponsoren, die Industrie, TV-Teams sind vor Ort und versammeln sich alle in dem beschaulichen 12 000 Einwohner großen Dorf Kailua-Kona. In dieser Woche startet die große Vorberichterstattung, vor allem mit vielen Interviews und Impressionen der Wettkampfstrecken, der Vulkane, der Meeresbewohner etc. 

Die große Frage stellt sich jedes Jahr in der Rennwoche wieder, wie die Bedingungen werden. Der Mumuku (die Fallwinde auf Hawaii, die bis zu 90 km/h schnell sein können) hat den größten Einfluss auf die Raddisziplin. Möglichst harte Bedingungen wünschen sich die besten Radfahrer, bei schwachem Wind profitieren eher die starken Läufer. 

"Mit Kamil stehe ich in täglichem Austausch"

Mit Kamil stehe ich in täglichem Austausch. Er hat bereits alle drei Disziplinen im Training absolviert und beginnt seinen Tag mit einem morgendlichen Schwimmen. 

Auf der Schwimmwettkampfstrecke treffen sich morgens zwischen 6.30 bis 7 Uhr viele Triathleten, um den Schwimmauftakt zur Rennstartzeit zu simulieren. Hier wurden schon etliche Delfine gesichtet in dieser Woche. 

Ein Highlight ist jedes Jahr ein Kaffeeboot, das 400 Meter vor dem Strand im Pazifik schwimmt und die Athleten mit Kona-Kaffee verwöhnt. Zurück zu Kamil: Er war neben dem Schwimmen auch schon Laufen auf dem Ali‘i Drive und Radfahren auf dem Queen K Highway, was soviel bedeutet wie auf den Wettkampfstrecken unterwegs.

Der Autor

Sebastian Nieberg (36 Jahre) ist verheiratet, hat zwei Kinder, arbeitet im IT-Vertrieb und wohnt in Telgte. Er ist Liga- und Pressewart bei den TV Werne Wasserfreunden. Nieberg war im Jahr 2012 selber auf Hawaii und hat sich das Rennen live angeschaut. Seit über zwölf Jahren verfolgt er den Ironman auf Big Island sehr genau.

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