Schulze-Bisping sorgt für Heimsieg bei den Vielseitigkeitstagen

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Sara Algotsson-Ostholt

Werne -  „Gott sei Dank, alle heile durchgekriegt“, fasste Heinrich Schwert die wichtigste Bilanz der Werner Vielseitigkeitstage kurz zusammen. Bis auf kleinere Blessuren war das Frühjahrstreffen der Buschreiter gut verlaufen. Und guten Sport gab’s obendrein. 

Am Sonntag im Rahmen der Qualifikation zum Bundes-Championat der 5- und 6-jährigen Pferde, am Samstag in den E- und A-Prüfungen, in denen Josephine Schulze-Bis-ping für einen Heimsieg sorgte.

Für die 14-Jährige war es die perfekte Generalprobe für ein Event, das vom 15. bis zum 17. April in Frankreich auf dem Programm steht. In Fountainbleau wird sie das Schimmelpony Merano (ehemals Re Magic) präsentieren. In Werne siegte Schulze-Bisping mit Neuzugang Abke’s Boy. Der 13-jährige Braune, ein Sohn von Holger Wulschners einstigem Nationenpreispferd Abke, präsentierte sich top in der Dressur. Noch im vergangenen Jahr hatte Josephines Siegerpferd bei der U21-Europameisterschaft unter Pauline Knorr zu Mannschafts-Silber beigetragen.

Platziert waren zudem Laura-Marie Hirsch mit Lucky Luke und Hannah Kosanetzki mit Norma Jean Baker punktgleich auf dem vierten Rang sowie Franziska Keute als Achte mit Con Esperanza.

Pech hatte Janine Vehring. Sie führte mit Genito nach der Dressur mit der Wertnote 8,5, doch im Springparcours gab’s einen Steher mit dem 8-jährigen Westfalen. Da half auch der gute fünfte Platz im abschließenden Geländeritt nicht mehr.

Für Anna Richter kam das Aus nach dem Springen. Halali, ihre 12-jährige Oldenburger Stute, beendete den Springparcours als Vierte, musste wegen einer Verletzung aber getackert und aus dem Wettbewerb genommen werden. Der Ende April geplante Start beim internationalen Einsterne-Event in Handorf scheint aktuell nicht gefährdet.

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In der Qualifikation zum Bundes-Championat war die Promi-Dichte geringer als in den vergangenen Jahren. Ingrid Klimke war wegen einer OP nur Zuschauerin, Jens Hoffrogge ist am Knie verletzt. Dirk Schrade blieb nach einem Junggesellen-Abschied lieber aus dem Sattel und coachte seine Schützlinge. Und Frank Ostholt hatte wegen einer beruflichen Verpflichtung in China verzichten müssen. Die sechs Starts in Werne überließ er ganz seiner Frau Sara. Die Olympiazweite von London 2012 schaffte mit zwei Pferden den Cut für das Bundes-Championat und war auch lange nach dem letzten Wettbewerb mit weiteren Pferden unterwegs, als die Strecke zu Trainingszwecken freigegeben war.

Einzige Werner Teilnehmerin in den Buscha-Qualifikationen war Lena Trouvain. Die 16-Jährige, Jüngste im Feld, war mit der 6-jährigen Westfalenstute Coco Mademoiselle von Coronas x Silvio I als Elfte sogar platziert.

Obwohl das Außengelände nur eingeschränkt genutzt werden konnte und es einige Konkurrenzveranstaltungen gab, lockte die angenehme Atmosphäre in Ehringhausen wieder Teilnehmer nicht nur aus Westfalen an. „Um Sechs hat am Samstag die Erste bei uns vor der Tür gestanden – aus Kassel angereist“, erzählt Stephan Schwert, der 2. Vorsitzendes des RV St. Georg. Sie hatte einen Zeitpuffer eingeplant, falls es auf der Autobahn zu Verzögerungen gekommen wäre. „Respekt“, meinte Stephan Schwert, „die ist schon um vier Uhr losgefahren. Da muss man normalerweise um zwei Uhr am Stall sein. Die hatte ‘ne echte Nachtschicht.“

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