Ein Schüler von Lars Nieberg aus Südkorea räumt mächtig ab

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Der Südkoreaner Kyujin Lee mit seinem Chef mit Lehrer Lars Nieberg, Mannschafts-Olympiasieger 1996 in Atlanta,

Werne – Ein Name war am Donnerstag beim „Männertag“ in Lenklar bis Mittags in den Ergebnislisten omnipräsent. Kyujin Lee aus dem südkoreanischen Cheonansi siegte am Donnerstagmorgen in der 2. Abteilung des ersten M*-Springens mit Olivia La Sweet fehlerfrei – hier war nur der Herberner Marvin Hawighorst schneller, zudem war der 21-Jährige auch mit A Conto Son fehlerfrei in der 1. Abteilung platziert. 

Der für den Reiterverein St. Hubertus Wolbeck startende Kyujin Lee hat einen ausgezeichneten Lehrer. Seit Dezember ist er als Schüler auf Gut Berl – zwischen Sendenhorst und Münster-Wolbeck gelegen – ein Zögling von Lars Nieberg. Der 55-Jährige hat zahlreiche Auszeichnungen vorzuweisen wie Mannschafts-Olympiasieger von 1996 in Atlanta, dazu war er Mannschafts-Weltmeister und -Europameister sowie Deutscher Meister. 

Lee ist bereits seit zwei Jahren in Deutschland und plant, bei Lars Nieberg weitere zwei bis drei Jahre ein. „Ich liebe Tiere. Und als ich das erst Mal in einem Stall war, habe ich das Reiten ausprobiert“, sagt Kyujin Lee, der am Samstag und Ostermontag weitere Starts nach seiner erfolgreichen Premiere in Lenklar haben wird. Das war vor acht Jahren –und bis auf seinen kleinen Bruder reitet niemand in seiner Familie und es gibt auch keinerlei Traditionen davor.

39.Lenklarer Reitertage am Donnerstag

 Lee kam mit seinen eigenen Pferden nach Deutschland und hat hier weitere gekauft. Insgesamt besitzt er vier. „Dabei ist Olivia La Sweet eigentlich sein schlechtestes Pferd“, sagt Lars Nieberg. Dieses würde Höhen bis zu 1,40 Meter gut schaffen. Mit seinem besten Pferd war er im niederländischen Kronenberg in einem internationalen CSI**-Springen weit vorne platziert. 

Lee wohnt in einem Apartment auf Gut Berl, an dem Nieberg permanent zwei bis drei Schüler ausbildet. Die Ausbildung und den Besitz der Pferde macht der reiche Vater von Kyujin Lee möglich. Der ist Eigentümer einer Farm mit 9000 Schweinen und ist an weiteren Unternehmen beteiligt. Zwar eröffneten die großen finanziellen Möglichkeiten die Talentförderung. Allerdings sei der höfliche und freundliche Kyujin Lee so durch seine Eltern erzogen worden, dass er sich alles weitere selber erarbeiten müsse. „Für mich ist er ein richtiges Talent. Er ist ein netter Kerl und fleißig. Mal sehen, wie seine Entwicklung weiter geht“, sagt Lars Nieberg über seinen Schüler.

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