„Schocker-Spiel“ wirkt nach – SVH ringt nach 0:7-Debakel in Lengerich um Fassung

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SVH-Routinier Björn Christ (rechts) setzt im Abstiegskampf auf die Tugenden Kampf und Einsatzwillen.

Werne - Sieben Gegentore in einem Spiel – das passierte im Kader des SV Herbern bislang nur den wenigsten. Kommt dann noch die prekäre Lage im Tabellenkeller dazu, sprechen die Verantwortlichen im Anschluss schnell von einem „Schocker-Spiel“ – wie der sportliche Leiter Ingo Krampe.

Doch von Resignation ist beim SV Herbern nach der 0:7-Pleite bei Preußen Lengerich nichts zu spüren.

„Ich glaube fest daran, dass die Mannschaft das schafft“, stellt Kapitän Björn Christ klar, der selber erst ab der 77. Minute das Debakel auf dem Platz miterleben musste.

Dabei mussten die Hausherren gar nicht alles aus sich herausholen, weil es ihnen die Gäste mitunter sehr leicht machten. Lengerich ging dabei durchaus verunsichert in die Partie angesichts von zuvor vier sieglosen Spielen – das wurde mit einem Mal weggewischt.

Der 40-jährige SVH-Routinier Christ setzt darauf, dass die Mannschaft jetzt noch rechtzeitig die Kurve im Kampf gegen den Abstieg bekommt – doch dafür müssen sich die Blau-Gelben gewaltig steigern. Doch daran hat Christ keinen Zweifel. „Wir haben schließlich alles noch selbst in der Hand.“

Für das Herberner Urgestein kommt es jetzt auf die in seinen Augen typischen SVH-Qualitäten an. „Wir werden leidenschaftlich kämpfen, um zurück in die Spur zu kommen“, betont Christ, dass sich die Mannschaft nun gegenseitig aufbauen muss. Dass die Mannschaft das Potenzial für die Liga hat, habe sie bewiesen. Es fehlt aktuell nur an der Umsetzung auf dem Platz. Schließlich hat nahezu dieselbe Mannschaft noch vor einem Jahr um den Aufstieg in die Westfalenliga gekämpft.

Zwei Heimspiele in Folge für Trendwende

Eine solch hohe Niederlage könne auch in den höheren Ligen mal vorkommen. „Lengerich hatte Spielfreude und wir wollten nur noch in die Kabine“, erklärte Christ die hohe Zahl an Gegentoren, die am Ende zusammen kam. Insgesamt sei die Partie für die Herberner unglücklich verlaufen. „Nach dem 0:1 hatten wir eine gute Phase und machen nichts draus. Und dann bekommen wir mit zwei Standards einen Doppelschlag“, so der Kapitän zur ersten Halbzeit. Die Hoffnung sei dann mit dem Tor direkt nach Pause begraben gewesen.

Am kommenden Wochenende geht es zu Hause gegen Westfalia Gemen, danach empfängt der SVH am Freitagabend die SpVg Emsdetten. „Wir müssen jetzt zu sehen, dass wir dieses Spiel abhaken und zu Hause die Punkte holen“, sagt Trainer Christian Bentrup und sieht sich im Training auch mit mentaler Arbeit konfrontiert.

Gemen kommt durchaus mit Selbstvertrauen an die Werner Straße, sie besiegten Emsdetten mit 2:0 und stehen weiterhin im gesicherten Mittelfeld.

Doch ganz egal, in welcher Verfassung die Gemener kommen, Punkte sind für denn SV Herbern nun bitter nötig.

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