Rückschlag für die TVW-Frauen in der Abstiegsrunde - doch es gibt neue Hoffnung

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Myriam Hins und die TVW-Frauen verloren deutlich.

Werne – Rückschlag für die Handballfrauen des TV Werne im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga. Im zweiten Spiel der Entscheidungsrunde zwischen den Tabellenzehnten der vier Landesligen verlor das Team von Ralf Wolters am Samstag daheim gegen die HSG Wetter/Grundschöttel mit 24:34 (9:19).

Dennoch bleibt die Chance auf den Ligaverbleib erhalten. Eine Entscheidung darüber fällt möglicherweise in Trier. Zwei der vier Teilnehmer an der laufenden Abstiegsrunde werden auf jeden Fall die Klasse erhalten. Das teilte Friedhelm Krietemeyer aus Minden, im westfälischen Verband zuständig für die Runde, gestern auf WA-Anfrage mit. 

Eventuell wird auch der Tabellendritte weiter in der Landesliga spielen, wenn Trier nach dem Zweitliga-Abstieg auf eine Teilnahme an der 3. Liga verzichtet. Damit würde das Ergebnis einer Abstiegsrunde überflüssig, in der Netphen als NRW-Vertreter gegen Obereschbach und Pforzheim antreten musste – und als sportlicher Absteiger ermittelt wurde. 

Der mögliche Werner Rettungsanker: „In Trier gibt es derzeit keinen funktionierenden Vorstand, der sagen könnte: Wir treten nicht an“, berichtet Krietemeyer. Außerdem müsse der Verein bis zum 31. Mai eine Bürgschaft hinterlegen. Macht er dies nicht, gibt’s keine Lizenz. Ein Insolvenzverwalter ist bereits im April eingesetzt worden. Er prüfe derzeit wirtschaftliche Situation des DJK/MJC Trier Sportmanagement e.V., heißt es auf der Homepage des Vereins. 

So wird die Abstiegsrunde auf jeden Fall fortgesetzt und der TV Werne hat weiterhin die große Chance, auch in der Saison 2019/2020 in der Landesliga zu spielen. Letzter Gegner ist am kommenden Sonntag, 2. Juni, der TSV Hillentrup aus der Nähe von Lemgo. Anwurf ist um 17.45 Uhr. „Das Spiel war im Grunde nach zehn Minuten für uns schon gelaufen“, meinte Trainer Ralf Wolters nach der Heimpleite gegen Wetter/Grunschöttel. 

Denn erst nach neun Minuten und 13 Sekunden erzielte Daniela Theisen das erste Tor für den TV 03. Zu diesem Zeitpunkt hieß es aber schon 0:6. „Davon haben wir uns während der gesamten Spielzeit mental nicht mehr erholt“, meinte Wolters, und: „Wir sind total nervös gestartet. Eigentlich hatten wir ja gesagt, der Druck liegt bei Wetter, weil sie das erste Spiel verloren haben. Aber dann haben wir so gespielt, als laste der gesamte Druck auf uns.“ Schon zur Pause führten die Gäste verdient mit zehn Toren, in der zweiten Halbzeit bauten sie den Vorsprung peu á peu auf 14 Tore aus (31:17, 50. Minute). 

„Wir haben verschiedene Abwehrsysteme ausprobiert und personell alles rausgehauen, was ging, aber vom Kopf, von der Einstellung und vom Kampf her passte alles nicht“, meinte Wolters, der aus seiner Kritik explizit Hannah Buschmann herausnahm, die nach der Pause eine starke Leistung zeigte.

 Wolters: „Wir müssen unsere Grundeinstellung und die Art und Weise wie wir spielen, in dieser Woche im Training ganz schnell ändern, ansonsten haben wir auch gegen Hillentrup keine Chance.“ 

TV Werne: Kalwey, Schöße – Siebels 1, Lang 1, Schindelbauer 1, Hins 1, Hillebrand 5, Schöpper, Stengl 3/1, Heinrich 3/1, Theisen 3, Goletz 2, Buschmann 4 

Spielfilm: 0:6, 3:7, 6:9, 6:13, 8:17, 9:19 - 11:20, 13:21, 16:26, 17;31, 19:33, 24:34

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