Rosic: „Verletzungspech lässt einfach nicht locker...“

Jan König wird sich wieder um den Spielaufbau kümmern.

WERNE ▪ Die Situation scheint für Ivan Rosic so langsam wie die des US-Schauspielers Bill Murray zu werden, der 1993 im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ als Phil Connors einen zynischen TV-Wetteransager spielt, dem es davor graut, seiner alljährlichen Verpflichtung nachzugehen, von einem Wetter-Ritual in der Kleinstadt Punxsutawney zu berichten.

Nun hat Ivan Rosic vom Schlusslicht TV Werne vermutlich die aktuelle Saison ähnlich satt wie Connors, allerdings bezieht sich das ständig wiederkehrende Element des Films beim TV Werne auf das große Verletzungspech, dass sich durch die gesamte Saison durchzieht. „Das Verletzungspech lässt einfach nicht locker...“, sagt Rosic.

Denn auch vor der heutigen Partie beim Tabellen-Siebten FC Schalke fallen neben den ohnehin bekannten Langzeit-Verletzten weitere Spieler aus, die zudem die Trainingsarbeit und systematische Vorbereitung erschweren.

So sollte Neuzugang Peter Marcic bereits am Sonntag gegen Iserlohn sein Debüt geben. Doch der 23-jährige Slowene, der als Aufbauspieler Danilo Smigic ersetzt, wird vermutlich wegen einer am vergangenen Samstag im Training erlitttenen Bänderdehnung weiter fehlen.

Zwar stieg Marcic am Mittwoch ins Training ein, absolvierte aber nur leichtes Lauf- und Wurftraining. „Wenn es nicht geht, werden wir ihn für das Spiel gegen Hagen-Haspe schonen“, sagt TV-Trainer Ivan Rosic.

Ausfallen wird vermutlich der am vergangenen Doppelspieltag nach langer Verletzung wieder eingestiegene Center Daniel Freienstein mit einer hartnäckigen Nasen-Nebenhöhlenentzüdung. An Training war bei Freienstein nicht zu denken.

Für Freienstein rückt U18-Center Robin Brachhaus in den Kader und auch Marc Lüttecke (zwar wegen seines neuen Jobs ebenfalls ohne Training) wird mit nach Gelsenkirchen fahren. Immerhin ist Power Forward Marek Bienkowski trotz seiner Wadenverletzung dabei, gleiches sollte für Dusan Zivicky soll trotz seiner Adduktorenprobleme gelten, hofft Rosic.

Die Spielmacher-Rolle werden sich vermutlich erneut Neuzugang Nikitas Syrrakos und Jan König teilen.

Die Werner treten also erneut als Außenseiter an, zumal der Tabellensiebte fünf seiner jüngsten sechs Partien siegreich gestaltete – „und diese kleine Serie gilt es nun gegen das Schlusslicht auszubauen“, heißt es auf der Vereinsseite der Königsblauen im Internet.

Für die Werner gilt es ohnehin, nur noch von Spiel zu Spiel zu denken. „Wir wollen alles daran setzen, sportlich die Liga zu halten“, sagt Rosic. Dazu, so hat Jan König errechnet, benötigt der TV Werne noch vier Siege. Noch ist genügend Zeit dazu und deshalb will Rosic seine Spieler noch nicht den Druck aussetzen, unbedingt gewinnen zu müssen.

Anwurf: Samstag, 19.30 Uhr, Tectum-Arena, Mühlbachstraße 3, 45891 Gelsenkirchen ▪ fraz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare