Rorup und das Gesetz des Wassers

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Anne-Katrhin Mertens

Freitagabend spontan die drei Kinder untergebracht, Mann wollte auch mal wieder mit mit seinen Laufkollegen einen Wettkampf laufen! Roruper Abendlauf, schöner ländlicher Halbmarathon. War ich schon ganz oft – ist einfach schön.

Und diesmal keine Hitze zwischen den Feldern. Was haben wir uns da jedes Jahr den Allerwertesten abgeschwitzt. Diesmal frische Luft und sogar mal ein wenig Regen! Bestes Laufwetter. 

Am Start gab ich den Herren Mertens den Tipp: „Denkt an mein Roruper Laufgesetz: Trinkst du beim Lauf in Rorup Wasser vom Bauer, haste nachher Magen-Aua.“ Also nicht soviel süppeln, wenn’s geht. Mit dem Bohrloch-Wasser da stimmt was nicht. Startschuss und los. Ich blieb mit Andi, Nicole und Bernd die erste von zwei Runden zusammen, aber dann: Es war doch zu angenehmes Wetter, meine neuen Laufschuhe (ja schon wieder neue) waren zu bequem und überhaupt hatte ich Bock, Gas zu geben auf der zweiten Runde. 

Bernd kam noch kurz mit, aber wollte dann doch lieber allein die letzten fünf Kilometer genießen. Also los ging’s für mich ans Einsammeln. Etwas fies war es schon – hatte ich doch auf den ersten drei Kilometern zum Spaß zu vielen, die uns hoch motiviert überholt hatten, gesagt: „Ja, ja, lauft ihr nur, ich hole euch am Ende wieder ein.“

 Und ja, ich wurde wieder erkannt und habe böse Blicke geerntet als ich dann tatsächlich am Ende an vielen vorbei flitzte: „Das ist jetzt nicht dein Ernst, das du mich jetzt wirklich noch überholst“, jammerte ein Herr vom LSF Münster! Im Ziel freute ich mich über Tee und alkoholfreies Bier, denn unterwegs hab ich ja nicht viel getrunken. Wegen des Wassers da inne Knüste bei den Bauern. 

Die Herren Mertens waren schon alle da und wollten noch zum „goldenen M“ die verlorenen Kalorien wieder gewinnen. Ich musste schnell nach Hause die Kinder einsammeln und wollte mir, als ich alle im Bett verstaut hatte, gerade die Chipstüte vornehmen, als mein Mann klingelte und mir zwei Burger und die restliche Fritten in die Hand drückte: „Hier, kannste haben. Ich konnte nix essen, mir ist kotzübel.“ Tja Schatz, hättest du mal auf mein Roruper Gesetz gehört – aber egal, das so gewonnene Essen war sehr lecker.

Die Autorin 

Die gebürtige Wernerin Anne-Kathrin Mertens (38) schreibt an dieser Stelle in loser Folge über ihre Trainings- und Lauferlebnisse. Die dreifache Mutter von Frida, Fiete und Oskar wohnt mit Ehemann David in Capelle.

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