JUDO 15-jähriges Talent aus Rünthe setzt sich in Berlin überlegen durch

Rakete ist Deutsche Meisterin

Saskia Rakete, Deutsche Jugend-Meisterin im Ringen in der Klasse bis 65 Kilogramm in Berlin. - Fotos: pr.

RÜNTHE - Glücklich. Erleichtert. Pure Freude. Das waren die ersten Gedanken, die Saskia Rakete im Augenblick ihres bisher größten sportlichen Erfolgs durch den Kopf gingen. Die 15 Jahre alte Ringerin aus Rünthe krönte sich am vergangenen Wochenende in Berlin zur Deutschen Jugendmeisterin.

Im Finalkampf setzte sich die Ringerin vom KSV Witten gegen Anne Kathrin Roick aus Brandenburg souverän durch. Einen klaren 8:0-Punktsieg gab es für Saskia Rakete – und ein dickes Lob von Papa Klaus: „Sie ist ja eine Konterringerin. Sie hat nicht blindlings, sondern klug ihre Angriffe vorbereitet.“

Der Weg der kleinen Schritte ist der richtige

Mit der klaren Zielsetzung, nach zwei zehnten Plätzen (2012 und 2013) und der Bronzemedaille im Vorjahr diesmal den Titel nach Bergkamen zu holen, ist die Schülerin in die Hauptstadt gereist. Und Berlin war wieder eine Reise wert. „Jetzt muss es klappen, habe ich mir vorher immer wieder gesagt. Doch beim Blick auf die Meldeliste wurde mir schon ein bisschen mulmig“, gestand Saskia Rakete. Die meisten Gegnerinnen in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm waren ihr unbekannt.

Mit Respekt ging sie in den ersten Kampf. Anni Illi aus Württemberg hatte Rakete schon einmal auf der Matte besiegt. Auch diesmal klappte es mit einem klaren 10:2-Punktsieg. So ging es weiter. Das Duell gegen Michelle Lange (Sachsen) entschied die heimische Ringerin mit 16:0 für sich. Wegen „technischer Überlegenheit“ wurde der Kampf vorzeitig abgebrochen. Auch im Halbfinale wurde Saskia Rakete nicht gestoppt.

Ana Alicia Claußnitzer (Sachsen) unterlag der 15-Jährigen mit 0:12. Im Sportzentrum Adlershof rang sich die Rünthenerin schließlich zur ersehnten Goldmedaille.

„Das war eine bärenstarke Leistung. Am Ende gab es so viele Emotionen und Tränen der Freude. Saskia hat fleißig trainiert und sich diesen Erfolg verdient“, freute sich auch Mutter Anja mit ihrer Tochter.

Der Weg der kleinen Schritte ist für die junge Ringerin genau der richtige. Angebote, an den Olympia-Stützpunkt in Köln, zum Leistungszentrum nach Dormagen oder ins Ringerinternat nach Freiburg zu wechseln, hat sie bislang und erneut ausgeschlagen. „Sie will unbedingt zuhause bleiben, wird die nächsten Jahre weiterhin den Sport mit der Schule verbinden“, so Vater Klaus Rakete.

Europameisterschaft ist das Ziel

Die nächsten Stationen sind schon klar: In den Osterferien wartet ein Lehrgang in Schaden, die Junioren-Europameisterschaft steigt im August in Serbien. Und vielleicht klappt es dort mit der Qualifikation für die WM in Sarajewo (Bosnien). „Die Frauen-WM steigt in Las Vegas. Das wäre schon cool. Da bin ich doch ein wenig neidisch“, schmunzelt die Deutsche Meisterin, die allerdings noch ein weiteres Jahr in der Jugendklasse antreten darf. „Die Titelverteidigung im Jahr 2016 muss das Ziel sein“, sagt Klaus Rakete, früher selbst ein erfolgreicher Ringer. - awa

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