Verein für Reittherapie startet bei Special Olympics

Die Teilnehmer an den Special Olympics vom Verein für Reittherapie Kreis Unna (von links): Marion Acar, Jasmin Hartmann, Timur Acar, Julia Weidemann, Daniel Schacht, Luisa Fusy, Carolin Beume, Christian Jansen, Christine Beume, die zweite Vorsitzende Roswita Jansen sowie das neue Therapiepferd Gin.  Foto: WA

WERNE - Mit vier Athleten beteiligt sich der Verein für Reittherapie im Kreis Unna an den diesjährigen Special Olympics. Die nationalen Spiele werden vom 19. bis 23. Mai in Düsseldorf ausgetragen.

An den Wettkämpfen für geistig Behinderte nehmen dann 4800 Athleten in 18 Sportarten teil. Dabei kommen 2000 Helfer, 500 Wettkampf- und Schiedsrichter zum Einsatz, zudem werden etwa 1000 Familienangehörige zugegen sein.

Vom Verein für Reittherapie sind Christian Jansen, Timur Acar, Luisa Fußy und Debütant Daniel Schacht mit dabei. Sie nehmen an Prüfungen in Dressur und Geschicklichkeit in den Stufen A (Schrtt, Trab, Galopp), B (Schritt und Trab) sowie C (Schritt) teil.

Vorgestellt wird bei den Special Olympics im Reiten erstmals auch eine Prüfung, in der ein Behinderter und ein Nichtbehinderter gemeinsam eine Kür reiten. Diese steht damit unter dem Gesichtspunkt der Inklusion. Es wird nach Musik geritten, die Bahnfiguren werden nicht angesagt und beide Partner müssen sich untereinander verständigen.

Auch an dieser Prüfung beteiligen sich der Verein für Reittherapie. Christian Jansen reitet zusammen mit Christine Beume, Timur Acar mit Jasmin Hartmann, Daniel Schacht mit Julia Weidemann sowie Luisa Fußy mit Carolin Beume.

Die Teilnahme an den nationalen Special Olympics-Wettkämpfen ist Voraussetzung für die Qualifikation und Nominierung der internationalen Spiele im kommenden Jahr in Los Angeles. Timur Acar etwa startete bereits in Athen 2011 bei den Special Olympics – und wurde dort Fünfter in der stärksten Gruppe.

In Düsseldorf werden die Aktiven des Vereins für Reittherapie auf fremden Pferden reiten, die von Reitern vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Schon derzeit wird fleißig trainiert. Besonders geübt wird jeden Samstag zwischen 10 und 13.30 Uhr auf der Reitanlage Schwert an der Südkirchener Straße die „Inklusions-Kür“, da diese für beide Reiter eine Herausforderung ist.

Zudem wird auch das neue Pferd Gin für die Therapiearbeit vorbereitet. Hier leisten gerade die ehrenamtlichen Helfer derzeit viel Arbeit. Da Gin noch „eingekleidet“ werden muss und einen Sattel, Trense, Decken und Schabracken etc. benötigt, würde sich der Verein für Reittherapie auch über Spenden freuen. „Da helfen uns auch kleine Beträge und es sind auch Patenschaften möglich, mit der etwa eine Impfung ermöglicht wird“, sagt Marion Acar vom Verein für Reittherapie. - fraz

Interessenten können sich auch samstag im Rahmen des Trainings gerne über die Arbeit des Vereins für Reittherapie informieren. Weitere auskünfte erteilt Marion Acar unter Tel.: 0173/9134597.

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