DM-Aus für Herberner Volti-Team – Rotert startet auf Fremdpferd

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Eva Rotert zeigt bei einem Turnier auf Goldfeuer einen Unterarmstand. Bei der DM in Elmshorn muss sic sich auf einem Fremdpferd beweisen.

HERBERN - Für die Voltigierer des RV von Nagel hätte es der sportliche Höhepunkt des Jahres werden sollen. Nun aber sind die beiden Vierbeiner des Teams, Helna und Gold-Feuer, verletzt.

Bei der am Donnerstag in Elmshorn beginnenden Deutschen Meisterschaft ist die Herberner Mannschaft daher nicht vertreten. Eva Rotert als Einzel-Voltigiererin versucht es auf einem Fremdpferd. „Wenn das einigermaßen funktioniert, dann kann sie stolz sein“, sagt Theo Hölscher.

Hölscher, ein „alter Hase“ an der Longe, ist seit gut 20 Jahren regelmäßiger Gast bei nationalen Titelkämpfen. „Ich kann es selbst noch nicht begreifen. Es ist das erste Mal, dass ich zu Hause bleiben muss“, sagt er mit reichlich Frust in der Stimme.

Nachdem die großrahmige Fuchsstute Helna, in Elmshorn für die Mannschaftsprüfungen vorgesehen, bereits kurz nach der Westfälischen Meisterschaft mit einer Verletzung ausgefallen war, hatte Hölscher mit Gold-Feuer bereits die Aufgaben für die Teamwettbewerbe durchgearbeitet und war guter Dinge. Eigentlich war der Trakehner-Wallach (gezogen aus dem Super-Vererber Münchhausen) nur für die Einzelwettbewerbe mit Eva Rotert vorgesehen.

Das DM-Aus deutete sich am Montag an: Gold-Feuer hatte offensichtlich Schmerzen an einem Fesselgelenk, der Tierarzt musste kommen. Ob es in der Box oder beim Weidegang passiert ist, ob eventuell ein Insektenstich die Reaktion ausgelöst hat – Theo Hölscher weiß es nicht. „Er war so gut in Schuss. Der ist letzten Samstag noch richtig gut gegangen“, sagt der Herberner Longenführer, und: „Das ist eines der Pferde, die unglaublich zuverlässig sind. Das ist ein harter Bursche.“

Theoretisch hätte Hölscher die Reise nach Elmshorn antreten und das Pferd bei der Verfassungsprüfung heute vorstellen können, aber: „Wir machen nichts auf Biegen und Brechen. Da geht der Sportkollege vor.“

Während die Mitglieder der Mannschaft daheim bleiben mussten, trat Eva Rotert amMittwoch die Reise nach Elmshorn an. Dort steht bereits heute Nachmittag ab 16.30 Uhr mit der Pflicht der erste Wettbewerb auf dem Programm. Sie bekommt dafür von der Herner Gruppe ein Pferd zur Verfügung gestellt. Ihr Longenführer wird Stefan Lotzmann sein, der neben anderen auch das Lüner Talent Gianna Meier betreut.

„Bei den Mannschaften funktioniert so etwas nicht. Aber bei den Einzelvoltigierern ist es nicht unüblich, dass man sich auf diesem Weg hilft.Wir haben das auch eingige Male gemacht – jetzt sind wir mal dran“, sagt Theo Hölscher. Mit einer Top-Platzierung Roterts rechnet er allerdings nicht, denn: „Man bringt dann einfach nicht die Leistung wie auf dem eigenen Pferd.“

Hölscher selbst will nicht zum Zuschauen nach Elmshorn fahren, sondern sich um die Pferde kümmern. Schließlich steht in Kürze die Westfalenwoche in Handorf auf dem Programm. - gu

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