Lutz Gripshövers Neustart erfolgt am 11. April

Lutz Gripshöver, hier mit Campari.  Foto: Gudra

WERNE - Mit Springprüfungen der Klasse L werden am Donnerstag beim RV Seppenrade die 4-tägigen „Rosendorf Classics“ eröffnet. Höhepunkt der sehr gut besetzten Veranstaltung wird das Dreisterne-Springen der schweren Klasse mit Stechen am Sonntag sein. Mit dabei ist in einer kleinen, aber feinen Werner Abordnung auch Oliver Schaal, der Anfang März bei den „Löwen Classics“ in Braunschweig mit dem westfälischen Team Deutscher Meister der Landesverbände geworden ist.

Seine großen Konkurrenten im Parcours sind international erfolgreiche Springreiter wie Philipp Weishaupt, Felix und Toni Hassmann, Markus Renzel, Gerrit Schepers oder der Titelverteidiger im Großen Preis von Werne, Markus Merschformann. Schaal wird in den bedeutenden Prüfungen auch sein DM-Pferd Quidam satteln.

Auch Silvia Gripshöver wird bei den „Rosendorf Classics“ starten, dies allerdings auf M-Niveau. Mit Lemoncello präsentiert sie ein Pferd, das erstmals in diesem Jahr bei einem Turnier eingesetzt wird. Der 12-jährige Hannoveraner von Lando aus einer Grannus-Mutter soll aufgebaut werden beim Heimturnier im April in der schweren Klasse an den Start gehen.

Lutz Gripshöver wird das Turnier in Seppenrade nur als Besucher erleben: „Ich bin zwar wieder angefangen zu reiten, aber ich bin auch lange nicht gesprungen“, sagt der 41-Jährige, der sich Anfang Januar einen Bänderriss zugezogen hatte und deshalb gut zwei Monate nicht im Sattel saß. Zuletzt war der ehemalige Nationenpreisreiter (27 Einsätze für Deutschland) neun Tage lang beruflich in den USA unterwegs.

„Ich werde langsam wieder anfangen“, sagt Gripshöver, der seine Pferde mit Blick auf das eigene Turnier (11. bis 21. April) vorbereiten will – aus zwei Gründen: Erstens gibt es in nächster Zeit in der Übergangsphase von der Hallen- in die Freiluftsaison nicht so viele Turniere. Zweitens habe er gar nicht die Zeit, irgendwo hin zu fahren, sagt Gripshöver, denn: „Das lässt die Vorbereitung auf das eigene Turnier gar nicht zu.“ Auf dem Hof in Lenklar stapelt sich derzeit die Arbeit.

Erste Anfrage aus der Schweiz

Erwartet werden bei dem Turnier, das zum 34. Mal ausgetragen wird und bis zu 30 000 Besucher anlocken dürfte, ein Top-Teilnehmerfeld. „Es sind schon reichlich Nennungen eingegangen“, weiß Lutz Gripshöver. Denn das Turnier in Lenklar ist eines der wenigen, das parallel zum Weltcup-Finale in Lyon ausgetragen wird und die Spitzenkräfte anlocken wird, die sich nicht für einen der lediglich 18 Startplätze aus der Westeuropa-Liga qualifiziert haben.

Lenklar werden sie als Generalprobe für die internationale Freiluft-Saison nutzen, die bereits wenige Tage nach dem Großen Preis an der B54 (Ostermontag, 21. April) beginnen wird – zum Beispiel mit Hagen am Teutoburger Wald (CSI4*) oder Antwerpen (CSI5*).

Auch aus dem Ausland kommen die ersten Anfragen – so von der Schweizerin Alexandra Fricker. Sie wird in der Weltrangliste aktuell auf Rang 175 notiert und hat im letzten Sommer bei den großen Fünfsterne-Turnieren in Aachen und Rotterdam mit Top-Platzierungen auf sich aufmerksam gemacht. - gu

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