Lutz Gripshöver verpasst erneut den K+K-Cup

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Lutz Gripshöver nach der Körung in Kreuth mit dem Siegerhengst Balounito von Balous Bellini.

WERNE - Zum zweiten Mal in Folge ist Springreiter Lutz Gripshöver, 42, nicht beim K+K-Cup in der Halle Münsterland vertreten. Warum es erneut nicht klappt mit einem Start in der guten Stube des westfälischen Reitsports, das (und mehr) erzählt der ehemalige Nationenpreisreiter aus Werne (27 Einsätze für Deutschland) im WA-Interview mit Rainer Gudra.

2014 hat ein Bänderriss im Knöchel deinen Start in Münster verhindert. Was ist es dieses Mal?

Gripshöver: Mit Amaretto ist mein bestes Pferd verletzt – wie lange, das weiß ich selbst nicht genau. Aber es wird noch etliche Zeit in Anspruch nehmen.

2012 gab’s noch Stehende Ovationen für den Sieg eben mit Amaretto im Hauptspringen am Freitag. Inzwischen ist es das zweite Mal in Folge, dass Du zuschauen musst. Gibt’s schon im Vorfeld Entzugserscheinungen?

Gripshöver: Nein, die gibt es nicht. Ich hätte sicherlich dieses Mal in Münster wieder starten können. Aber nur um mitzureiten? Dazu war ich schon viel zu oft dabei. Man ist in erster Linie enttäuscht, wenn das beste Pferd verletzt ist, mit dem man sicher etwas hätte erreichen können.

Wie sieht der Start ins Jahr ohne Spitzenpferd aus?

Gripshöver: Das weiß ich noch nicht. Wir werden das Programm in der Spitze sicher zurückfahren müssen. Wir haben einige ganz gute junge Pferde, aber die brauchen sicherlich noch ein Jahr.

Insgesamt ist 2014 nicht besonders gut gelaufen – rein sportlich gesehen. Dafür läuft es aber in der Zucht wie geschmiert.

Gripshöver: Ja, da läuft es für uns absolut super. Aber das beeinflusst auch den sportlichen Bereich. Balous Bellini hat den ganzen Sommer über gedeckt und ist dadurch eigentlich keine Turniere gegangen. Den kann ich jetzt auch nicht auf Anhieb in den schweren Sport schicken. In Münster ist er übrigens doch dabei – am Mittwochabend in der Hengstschau.

Seine Zahlen als Deckhengst sind durchaus beeindruckend...

Gripshöver: .... Ja, mit Balounito hat er nach Bellinis Royal bereits den zweiten Siegerhengst hervorgebracht. Balounito war jetzt Siegerhengt 2014 in Kreuth. Er ist in Werne geboren. Sein Züchter, Erich Steinweg, der leider gestorben ist, hätte seine helle Freude an ihm gehabt. Insgesamt kommt Balous Bellini bereits auf sechs gekörte Hengste, zwei Reservesieger-stuten und sechs Staatsprämienstuten. Das ist für uns schon etwas Besonderes.

Und es steckt Qualität dahinter...

Gripshöver: ...Auf jeden Fall. Bellinis Royal zum Beispiel hat kürzlich einen 30-Tage-Test absolviert. Bei den drei Freispringen hat er drei Mal die Zehnkommanull bekommen. Besser geht’s ja nicht.

Anderes Thema. Bis zum Turnier „Lenklar 2015“, das 35. insgesamt auf dem Hof Gripshöver, sind es noch knapp drei Monate. Turnierleiter Rainer Evelt hat sich Schien- und Wadenbein gebrochen. Geraten die Vorbereitungen ins Stocken?

Gripshöver: Nein, das überhaupt nicht. Wir haben ein eingespieltes Team und eine über viele Jahre erprobte Organisation. Für Rainer ist es nur sehr schade, weil er als Parcours-Chef beim internationalen Turnier in Schwerin bauen sollte. Aber nun ruht er sich ein bisschen aus und ist dann zu unserem Turnier wieder topfit.

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