REITEN Turnier in Ehringhausen bietet viel für Einsteiger und jungen Nachwuchs

Keine Lenklar-Kopie

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Zoe Osterhoff gewann im vergangenen Jahr zum Abschluss des Werner Turniers den traditionsreichen Moormann-Preis – mit gerade einmal 14 Jahren.

WERNE -  Im vergangenen Jahr haben die Verantwortlichen des RV St. Georg Werne das Konzept für ihr Spätsommerturnier in Ehringhausen überdacht – mit dem Resultat, „dass es der falsche Weg wäre, das Turnier in Lenklar zu kopieren“, wie Heinrich Schwert sagt. Die Konsequenz: Weniger Prüfungen für Profis, mehr Startmöglichkeiten für jungen Nachwuchs und Anfänger. Schon 2013 trafen die Macher der Reitertage in Ehringhausen mit dieser Maßnahme auf große Resonanz. Für das 2014er-Turnier, das am Donnerstag eröffnet wird, sind die Rückmeldungen ebenso positiv.

„Wir haben 66 Nennungen für ein Stil-E, 62 für die E-Dressur und 50 für die E-Kombi“, freut sich Heinrich Schwert, 2. Vorsitzender des RV St. Georg. Damit steuern die Werner klar einem Trend entgegen, denn: „Andere Vereine bekommen den demographischen Wandel sehr viel deutlicher zu spüren.“ Das allerdings mag auch an den Ausschreibungen liegen. „Unser Turnier zeigt: Es gibt offensichtlich Bedarf“, sagt Heinrich Schwert.

Der RV St. Georg hat 14 seiner Prüfungen ausschließlich für Reiterinnen und Reiter ausgeschrieben, die bis auf A-Niveau mit einem Stern unterwegs sind. Schwert: „Bei uns können sie für vier oder auch fünf Prüfungen nennen und nicht, wie auf anderen Turnieren, nur für ein oder zwei.“ Insgesamt hat die Turnierorganisation gut 2 200 Meldungen entgegengenommen – damit liegt Ehringhausen 2014 auf dem Niveau des Vorjahres.

Viel mehr sollen es auch nicht werden, denn der Veranstalter will den Zeitrahmen nicht sprengen und bei vier Turniertagen bleiben. „Wir wollen daran festhalten, dass das Turnier nicht länger wird als ab Donnerstag“, sagt Heinrich Schwert – und denkt dabei auch an die vielen Helfer, denn: „Wir hatten bei uns auf der Anlage bereits die Vielseitigkeitstage und das Kreisjugendturnier. Da kommen für alle auch schon acht Turniertage zusammen.“ In Verbindung mit den elf Tagen von Lenklar decke der RV St. Georg jetzt durch das neue Konzept die gesamte Palette des Reit- und Springsports ab.

Derweil ist auch die Crew in Ehringhausen größer geworden, denn: „Wir haben viele Eltern, die sich engagieren. Es ist eine neue Generation auf dem Platz, die den harten Kern unterstützt.“ Dies sei nicht zuletzt eine Folge des großen Angebots für Kinder und Jugendliche. „Das Turnier ist natürlich eine gute Gelegenheit, unsere jungen Leute zu fördern und ihnen Gelegenheit zu bieten, viel zu reiten“, sagt Schwert.

Nichtsdestotrotz bleiben die sportlichen Höhepunkte der vier Turniertage den etablierteren Kräften vorbehalten. Am Freitag wird das Nachwuchs-Championat des Kreisverbandes für die 5- und 6-jährigen Springpferde entschieden, am Sonntag jenes für die Dressurpferde. Hier ist die Profidichte unter den Reitern am höchsten.

Den Abschluss bildet wie immer das M*-Springen mit Stechen um den Moormann-Preis am Sonntag ab 16.45 Uhr. Aber auch da ist die Jugend bereits ganz forsch: Im Vorjahr gewann mit Zoe Osterhoff eine gerade 14-jährige Amazone. - gu

 ‘ Zeitplan

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