Christine Kuhirt für die EM nominiert

+
Christine Kuhirt zeigte ihr Können beim Nationenpreisturnier – hier bei der technischen Prüfung – in Verden.

Vreden - Christine Kuhirt hat sich gemeinsam mit Longenführer Stefan Lotzmann und ihrem Pferd Fuzzy den Traum erfüllt und wird bei den Europameisterschaften der Voltigierer vom 20. bis 23. August in Aachen für Deutschland an den Start gehen.

Der Fachausschuss des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei verkündete seine Entscheidung nach dem Nationenpreis in Verden.

„Die Freude ist auf jeden Fall riesengroß, mir fehlen ein bisschen die Worte“, wusste Kuhirt ihre Freude über die Nominierung noch gar nicht recht in Worte zu fassen. Für sie erfüllt sich mit dem Start für das deutsche Team in Aachen ein lang gehegter Traum, den sie sich vor dem Kürzertreten ab der kommenden Saison unbedingt noch erfüllen wollte.

Beim gestrigen Nationenpreis hatte Christine Kuhirt nochmals einen starken Eindruck hinterlassen. Sie siegte gestern im Team Deutschland zwei mit Thomas Brüsewitz und dem Duo Gera Marie Grün/Justin van Gerven. Für die Teilnahme an dem abschließenden Nationenpreis hatte sie sich durch den Sieg bei ihrer Kür im Einzelturnier zum Thema „Marilyn Monroe“ am Freitag qualifiziert.

Denn dort traten die besten vier deutschen Einzel-Kürbeiträge mit den besten beiden „Pas de Deux“ an. „Es lief sehr entspannt, einige Dinge liefen besser als am Freitag, zwei bis drei Sachen schlechter. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden“, zog sie ein positives Fazit nach dem Nationenpreis.

Die Deutsche Meisterin von 2012 musste nur einen Wermutstropfen an diesem Wochenende verkraften. Nachdem sie nach den beiden Teilprüfungen Pflicht und Kür in der Einzelwertung noch vorne gelegen hatte, erlitten sie und ihr Pferd Fuzzy in der Technikprüfung einen Rückschlag und landeten nur auf Rang zehn. „Ich weiß noch nicht, woran es gelegen hat, uns fehlt auch einfach noch die Turnierpraxis in der Technik. Aber ich bin zuversichtlich, dass das bis Aachen noch klappt“, blickte sie dennoch optimistisch voraus. So blieb in der Einzelwertung abschließend nur der undankbare vierte Platz, Siegerin war die WM-Zweite Anna Cavallaro aus Italien.

Der Härtetest für die Europameisterschaft werden die westfälischen Titelkämpfe am letzten Juli-Wochenende sein. Bis dahin wird im Training noch einmal Gas gegeben. „Wir werden uns zwar erst in Ruhe zusammensetzen und das Programm ausarbeiten, aber das Trainingspensum wird auf keinen Fall zurückgeschraubt“, stellt sie klar. Auch der lädierte Knöchel soll dann kein Problem mehr sein. Dank der mitgereisten Physiotherapeuten des Bundeskaders war Kuhirt am Wochenende sorgenfrei beim Turnen auf dem Pferd. Dem Traum Europameisterschaft steht damit also nichts mehr im Weg. - lel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare