Hauke Bintig siegt zum Abschluss im Stechen

+
Hauke Bintig und Grand Courage über dem letzten Sprung des M**-Springens.

WERNE - Drei Tage läuft für Hauke Bintig nichts im Turnier des RV St. Georg Werne. Am Ende strahlt aber auch der 14-Jährige vom gastgebenden Verein: Mit dem letzten Ritt der Veranstaltung gewinnt er mit Grand Courage das Stechen des M**-Springens.

Dabei setzt sich der Jüngste gegen zwei routinierte Kräfte durch: Katja Heitbaum vom RV Herbern mit Akira B und Stephan Schwert mit Clark Gable.

„Das war die erste Schleife im ganzen Turnier“, rechnet der Sieger sogar ein wenig ungläubig vor.

Lange Zeit sieht es bei der Premiere dieser Prüfung danach aus, als müsse das Publikum auf ein Stechen verzichten. Erst als 19. von 27 Startern sorgt Stephan Schwert mit seinem 8-jährigen Cristallo-Sohn für die erste Nullrunde. Und weitere sechs Pferde dauert es, bis Katja Heitbaum mit Akira das Stechen sichert. Und auch für Hauke Bintig, mit seinem 13-jährigen Westfalenschimmel, läuft es schließlich noch rund.

Stephan Schwert rechnet sich vor der Entscheidungsrunde wenig aus: „Das war schon im Umlauf ganz schön schwer mit meinem Großen bei den engen Distanzen. Mein Pferd soll auch noch lernen.“ Ein gewisses Grundrisiko geht er als erster Reiter dennoch ein, doch ein Springfehler und ein Steher im letzten Drittel lassen die Chance auf den Sieg schwinden. Anschließend geht Katja Heitbaum mit Akira fehlerfrei in 40,50 Sekunden durch die Lichtschranke, ihnen folgen Bintig und Grand Courage in 40,42. Die sieben Hundertstel Unterschied entstehen auf dem langen Weg zwischen dem vorletzten und dem letzten Hindernis. „Ich habe vor dem Letzten noch einmal aufgenommen“, sagt Heitbaum. „Ich bin strich durchgeritten“, sagt Bintig.

Dass nur drei Paare das Stechen erreichen, liegt an der anspruchsvollen Aufgabe. Dabei scheitern einige an der Zeit, wie zum Beispiel Lara Weber aus Fröndenberg, die mit Chocolate Daisy um 11 Hundertstel das Stechen verpasst. Viele müssen im letzten Drittel am Deutschland-Oxer alle Chancen begraben – so die Herberner Christopher Baartz mit Quiara und Marie Ligges mit Cassandra. Berndt Burghardt (Herbern) leistet sich mit Codi den Fehler schließlich am letzten Sprung. So sind jeweils sieben Werner und Herberner Paare frühzeitig aus dem Rennen.

Dafür haben die Parcoursbauer beim prestigeträchtigen Moormann-Preis das passende Händchen: Neun Teilnehmer hat das Stechen des Einsterne-M, und Catrin Budde (Fröndenberg) rutscht mit Avicii und einem Viertel Zeitfehler noch in das zu platzierende Drittel.

Nachfolger von 2014-Sieger Bernd Stöver wird Rene Sontag vom Oelder Reiterverein Geisterholz. Mit der erst 6-jährigen Westfalenstute Cerentina (Coronas x Cartusch) ist er am Ende mit 39,05 Sekunden um 38 Hundertstel schneller als Marie Ligges. Auch die Herbernerin sattelt mit dem Darco-Sohn Dibadu L ein 6-jähriges Pferd und überzeugt mit einem kontrolliert offensiven Ritt.

Christoph Breer als Vierter mit Pieruci und Katja Heitbaum als Siebte mit Cayetana B komplettieren das gute Herberner Ergebnis. Bester Werner wird auf Rang neun Matthias Zobel, der sich Lady Killer zwei Abwürfe leistet. 29 Paare bewerben sich um den Preis, den Dr. Günter Moormann überreicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare