Beerbaum stellt WM-Pferd in Lenklar vor

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Ludger Beerbaum drehte mit seinem WM-Pferd Chiara eine lockere Trainingsrunde unter Turnierbedingungen – Zeitfehler mit einkalkuliert.

WERNE - Toller Sport am siebten Turniertag beim 35. Reit- und Springturnier in Lenklar. Mit dabei waren unter anderem zwei Olympiasieger: Ludger Beerbaum und Lars Nieberg. Die Liste der weiteren Spitzenkräfte war lang – einzig Christian Ahlmann fehlte noch in dem erstklassigen Feld.

Der 28. der Weltrangliste nimmt am Freitag mit der Youngster-Tour seine Arbeit in Werne an der B54 auf.

„Woanders müsste man für solche Namen schon viel Geld bezahlen“, meinte Seniorchef Ludger Gripshöver, der nach dem „Frauentag“ am Mittwoch gestern ausschließlich Männer in den Sätteln sah.

In der großen Abteilung des Zweisterne-Springens der Klasse M gaben sich die Stars der Szene die Ehre – allen voran der Weltranglistendritte Ludger Beerbaum. Der 4-malige Olympiasieger drehte mit seinem Weltmeisterschaftspferd von 2014 in Frankreich, Chiara, eine lockere Trainingsrunde und schaute zudem weiteren Mitgliedern seines Stalles bei der Arbeit zu.

Dazu gehört der Schwede Henrik von Eckermann, aktuell 19. der Weltrangliste. Er testete zwei Pferde unter Turnierbedingungen, und auch Christian Kukuk wurde im Parcours genauestens von seinem Chef beobachtet. Die passenden Analysen gab’s gleich auf dem Abreiteplatz.

Oliver Schaal doppelt platziert

Im Feld der Großen behauptete sich auch Oliver Schaal, der sein Spitzenpferd Quidam und den Top-Vererber des Hofes Gripshöver, Balous Belini, auf den Rängen fünf und zehn in die Platzierung brachte. Auch Jens Goldfuß, ehemaliger Azubi in Lenklar, war mit zwei Pferden platziert. Weitere Top-Leute wie Markus Renzel, Felix und Toni Haßmann oder Nachwuchs-Bundestrainer Markus Merschformann nutzten das Springen auch als Einlaufprüfung ohne starren Blick auf die Endplatzierung.

In der kleinen Abteilung der gestrigen M-Springen fühlte sich Bernd Stöver junior am Morgen noch in der Außenseiterrolle. Bis 9200 Ranglistenpunkte durfte die Konkurrenz hier vorweisen. „Für 9000 Punkte brauche ich schon 50 S-Platzierungen – in einem Jahr! Und das ist hier die schwächere Gruppe“, verdeutlichte der Werner die Klasse des gesamten Feldes. Er mit seinen „nur“ 1900 Punkten sei da nur ein relativ kleines Licht, meinte er.

So gesehen war es dann ein klarer Außenseitersieg, den Bernd Stöver am Nachmittag mit seinem Schimmel Ludwig feierte. Gegen 109 andere Paare hatte sich Stöver mit dem 13-jährigen Westfalenwallach durchgesetzt.

Nur der Sieger und der Legdener Lars Volmer waren in der Einsterne-Prüfung unter 50 Sekunden und dabei fehlerfrei geblieben. „An den ersten vier Sprüngen habe ich richtig Gas gegeben. Da hab’ ich richtig Zeit gemacht. Danach habe ich von Ludwigs großer Galoppade gelebt“, erklärte Stöver junior sein Erfolgsrezept. - gu

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