Beermann stellt Turnierrekord im Barrierenspringen ein

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Maximilian Beermann hatte sich nach seinem Sieg beim Barrierenspringen das Siegerbier redlich verdient.

Werne - Maximilian Beermann (RV Waltrop) ist der neue „Überflieger“ der Lenklarer Reitertage. Am Sonntag gewann der Hobbyreiter, der als Projektleiter bei einer Spedition tätig ist, das Barrierenspringen der Klasse S*. Im vierten Stechen stellte er mit übersprungenen zwei Metern den Turnierrekord ein.

Den hatte der Löninger Wilhelm Winkeler im vergangenen Jahr gemeinsam mit Marc Ostendarp (Stadtlohn) aufgestellt. Winkeler belegte am Ostersonntag gemeinsam mit dem Münsteraner Philipp Hartmann den zweiten Platz. Sie hatten den letzten der „Six Bar“ über zwei Meter gerissen. Die mutige Zoe Osterhoff, 17 Jahre jung, war den drei Männern in die entscheidende Runde gefolgt. Pech für sie: Der 9-jährige Schimmelwallach De Blue verweigerte und lief seitlich nach links aus der Reihe heraus.

Sechs Steilsprünge, „Six Bar“ also, zwei davon zur Gewöhnung und vier in der Höhe aufsteigend in einer Reihe mit einem Abstand von zwei Galoppsprüngen – das war die Anfangsaufgabe für 18 Reiterinnen und Reiter, darunter die gerade 15-jährige Jana Rohmann aus Marl. Sie schaffte es mit Quatermain sogar ins zweite Stechen über 1,80 Meter – im Gegensatz zum Beispiel zum Turniergastgeber Lutz Gripshöver, der mit Quidam, Siegerpferd von 2015 unter Oliver Schaal, bereits im Umlauf an 1,55 Meter scheiterte. Dies ebenso wie Hauke Bintig (Werne) mit Liberte. Sie wurden, wie vier weitere Teilnehmer früh, von Sprecher Christian Kohne und den etwa 1500 Zuschauern mit einem bedauernden „Drei, zwei, eins - Ooohhhh“ entlassen.

Im ersten Stechen, von da an nur noch über die vier Sprünge in Reihe, verabschiedeten sich unter anderen auch die Haßmann-Brüder Felix und Toni, bis sich – nach einem kräftigen Regenguss – mit Beermann, Winkeler, Hartmann und Osterhoff ein Quartett für das vierte Stechen qualifiziert hatte. „Eigentlich wollte ich bei Einsneunzig aufhören“, gab der spätere Sieger zu, aber: „Mein Pferd war gut drauf und die anderen waren heiß.“ Auch er habe gemerkt, „dass da was drin ist“ und sich für das Weitermachen entschieden. „Dieses Mal war das Glück auf meiner Seite“, meinte der Dritte des vergangenen Jahres.

Vor der abschließenden Runde war er beim Publikum nicht der Favorit. Kohnes Handzeichen-Abstimmung im Publikum förderte Zoe Osterhoff als Siegerin der Herzen zutage und Philipp Hartmann als klaren Favoriten. Doch Beermann und sein riesiger brauner Wallach legten vor und setzten das folgende Trio zu sehr unter Druck. Barrierenspringen sind nicht das tägliche Brot von Beermann und seinem 14-jährigen Holsteiner, der gigantische 1,86 Meter Stockmaß hat. „So dreimal im Jahr“, sagt Beermann, sei das ein Thema, zuletzt beim Hallenturnier Anfang Januar in Gahlen, bei dem er ebenfalls gewann. Ansonsten betreibt er Reitsport als Teamwork mit seinen Eltern und seiner Freundin – für Beermann die einzige Chance, seinen Sport neben dem zeitaufwändigen Beruf auszuüben.

Und auch für den zweitplatzierten Philipp Hartmann sind Prüfungen wie diese eher die Ausnahme. Auch bei ihm fällt der Name Gahlen, denn: „Dort war’s für mich das erste Mal, und das auch eher nur aus einer Schnapsidee mit Heiner Rohmann heraus.“

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