Eva Deimel gewinnt Ligges-Gedächtnispreis

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Siegerpaar in Herbern: Eva Deimel und Sakrileg.

HERBERN - In Eva Deimel vom RV Wolbeck hat das schwere Springen um den Fritz-Ligges-Gedächtnispreis zum Abschluss der Herberner Reitertage die passende Siegerin gefunden.

in Seit „gefühlt hundert Jahren“, sagt Eva Deimel, sei sie mit der Familie Ligges eng befreundet. Über deren Mitarbeiterin Monika Schnepper sagt sie, sie sei ihre beste Freundin. Und nach vielen, vielen Jahren, in denen sie auf Gut Berl von Hendrik Snoek in Wolbeck schon zum Inventar zählte, fand sie im September 2014 mit zehn Pferden auf dem Gestüt Ligges eine neue sportliche Heimat. „Die Einzige, die ich mir noch vorstellen konnte“, sagt sie.

Eva Deimel, die für den RV Wolbeck startet, distanzierte im Stechen des schweren Springens mit Sakrileg den Legdener Routinier Lars Volmer mit Cudieblue um 7,5 Sekunden. Es waren die einzigen Nuller in der fünf Paare umfassenden Entscheidungsrunde. Dritter mit zwei Abwürfen: Michael Potthink (Selm-Bork-Olfen) mit Cicero.

Finale Sommerturnier RV Nagel Herbern

33 Paare waren zu dem Einsterne-Springen der schweren Klasse angetreten. Auch Marie Ligges wollte sich nach WM-Bronze bei den Junioren unbedingt dem Heimpublikum zeigen und düste von der westfälischen Meisterschaft in Freudenberg schnell nach Hause. Es sei zwar ein bisschen stressig gewesen, „aber sie haben ja eine Viertelstunde auf uns gewartet.“ Drei Pferde brachte die 16-Jährige in die Prüfung. Mit Cassandra und Curly Sue gab’s jeweils einen Abwurf, mit Chenoa blieb der Umlauf unvollendet. Das passierte auch sieben weiteren Teilnehmern, unter ihnen Jens Kessel vom RV Werne, der in der Mitte der 3-fachen Kombination den Sattel von Captain Jack Sparrow verlassen musste. Bester des RV St. Georg war Daniel Oppermann, der mit Lorielle als „schnellster Vierer“ aus dem Umlauf auf Rang sieben platziert war.

Lange Zeit mussten die vielen Besucher im Regen ausharren, bis ein Stechen perfekt war. Katja Michels von der RSG Ruhr brachte als zehnte Starterin mit All Right die erste Null ins Ziel, erst mit dem 21. Ritt zog Uwe Volmer nach.

Sommerturnier RV von Nagel Herbern

Am Ende passierten neben der späteren Siegerin auf ihrem 8-jährigen Westfalenhengst auch noch Potthink sowie Phillip Winkelhaus aus Albachten mit Carolo den 450 Meter langen Umlauf mit elf Hindernissen und 14 Sprüngen fehlerfrei.

Michels eröffnete das Stechen mit drei Abwürfen, Volmer setzte mit dem 8-jährigen Cudieblue auf eine sichere Null. „Ich wollte hier was holen und musste Gas geben, denn es kamen mit Winkelhaus und Potthink noch schnelle Jungs“, meinte Deimel, für die sich das Risiko lohnte. Der Boden sei trotz der starken Regenfälle sehr griffig gewesen. „Von meiner Seite aus gab es keine Bedenken“, meinte Deimel. Erst vor einer Woche hatte die mehrmalige Westfalenmeisterin mit dem Braunen ein Zweisterne-Springen in Roxel gewonnen. „Ich habe im Moment einen Lauf und genieße das. Man weiß, der kann schnell wieder enden“, sagt Deimel. Sakrileg bekommt jetzt erst einmal eine Pause, die Reiterin auch. Sie wird ein paar Tage am Chiemsee verbringen. So gesehen kam die Herberner Siegprämie als Urlaubsgeld gerade zum rechten Zeitpunkt.

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