23 Nationen sind in Lenklar dabei

WERNE - Was Mitte der 1970er-Jahre am Martinsweg als Eintages-Veranstaltung ins Leben gerufen worden ist und zu Ostern der Bespaßung einiger Reiterfreunde diente, ist längst ein Großereignis geworden: Zur 35. Austragung der Lenklarer-Reitertage rechnen die Organisatoren mit rund 30 000 Besuchern – vorausgesetzt natürlich, das Wetter spielt mit.

Eine Veranstaltung für einige Freunde sind die Turniertage auf dem Hof Gripshöver an der Bundesstraße 54 schon lange nicht mehr. Es sind viele, viele Freunde geworden. Für die zehn Tage der aktuellen Auflage, die am Freitag in aller Frühe um sieben Uhr begonnen hat und am 19. April enden wird, haben – Stand gestern – genau 1 072 Reiterinnen und Reiter ihre Nennungen für mehr als 4 150 Starts abgegeben. Gemeldet wurden 3 016 Pferde.

Das Teilnehmerfeld wird von Jahr zu Jahr internationaler. Mit der Nachmeldung von zwei Franzosen und einem kasachischen Springreiter sowie von Allen Kelly gestern für die große Tour ist Irland die bereits 23. Nation auf der Liste der Lenklarer Reitertage.

Argentinien, Japan, Schweden, USA...

Das Länderkonto reicht von Argentinien (Adolfo Pacecho) über Italien (Edmondo Carbone) und Japan (Tadahiro Hayashi) bis Schweden (Nicole Persson, Henrik von Eckermann) sowie USA, Schweiz, Dänemark, Niederlande, Belgien, Ungarn, Lettland, und, und, und...

Aus dem gastgebenden RV St. Georg kommt das Gros der Teilnehmer. Der Werner Verein, einer der größten in Westfalen, ist mit 162 Reiterinnen und Reitern dabei – das sind fünf mehr als im Vorjahr. Sie sind in allen Prüfungen vom Einfachen Reiterwettbewerb bis hin zum Großen Preis (Oliver Schaal, Theresa Kamps oder Johannes Reher) vertreten. Vom RV Herbern haben 26 Teilnehmer gemeldet, und vom RV Bergkamen-Overberge werden zehn an der B54 aufsatteln.

Die große Tour verspricht hervorragenden Sport: 38 Reiterinnen und Reiter der aktuellen Nennungsliste sind in der April-Weltrangliste vertreten, darunter auch Olympiasieger wie Lars Nieberg und eine amtierende Weltmeisterin in der Vielseitigkeit: Ingrid Klimke aus Münster, die mit den Nachwuchshoffnungen Calicool und Weiße Düne sowie mit dem 11-jährigen Parmenides für Prüfungen der Klassen M* (am Mittwoch) und S* (am Freitag) gemeldet hat.

Auch in kleineren Wettbewerben verbergen sich interessante Namen: So hat am kommenden Mittwoch Victoria von der Leyen, Tochter der Bundesministerin für verteidigung, zwei M-Prüfungen auf dem Terminplan stehen. Sie reitet für den RV Brelinger Berg in der Nähe von Hannover. - gu

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