Werner Reiter stellen Vorstand neu auf

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Der neue Vorstand des Reit- und Fahrvereins St. Georg Werne kurz nach der Wahl: von links Lutz Gripshöver, Andreas Trouvain, Hans Haubruck, Stephan Schwert und Markus Stöver.

WERNE -  Mit dem RV St. Georg Werne setzt einer der größten und erfolgreichsten westfälischen Reit- und Fahrvereine in seiner Führung auf die nächste Generation.

Bis auf den Vorsitzenden Hans Haubruck wählten die Mitglieder des RV St. Georg Werne gestern Abend im Rahmen der Mitgliederversammlung im Hotel am Kloster einen neuen geschäftsführenden Vorstand.

Der Generationenwechsel ist vor allem auf den Positionen der beiden gleichberechtigten zweiten Vorsitzenden zu sehen: Für Ludger Gripshöver übernimmt sein Sohn Lutz, für Heinrich Schwert ist jetzt dessen Sohn Stephan in der Verantwortung. Für Silke Zumholz, die sich als Geschäftsführerin nicht mehr zur Verfügung stellte, rückt Andreas Trouvain in den Vorstand, neuer Schatzmeister ist Markus Stöver, der Bernd Möllenbrink ablöst. Die Wahlen erfolgten einstimmig bei acht Enthaltungen.

Auch Hans Haubruck sieht seine Zukunft als Vorsitzender maximal mittelfristig. Er ließ sich „überleitend“ wählen, um die Einarbeitung der neuen Vorstandsmitglieder zu begleiten. „Ob ich jetzt mit der nächsten oder übernächsten Versammlung aufhöre, hängt von der Konsolidierung und von einem geeigneten Kandidaten ab“, sagte Haubruck.

Es sei sehr wichtig, rechtzeitig einen geordneten Generationenwechsel einzuleiten, andererseits aber auch ein über Jahrzehnte bewährtes Konzept fortzuführen und dieses auf die Bedürfnisse der Zukunft auszurichten, meinte Haubruck, denn: „Der Verein hat mittlerweile eine Größenordnung erreicht, in der er einem Unternehmen nahe kommt. Und da müssen wir die Verantwortungsebenen schaffen, die diesem Rechnung tragen.“

Dass die Arbeit des bisherigen Vorstands alles andere als schlecht war, zeigten die letzten Minuten des offiziellen Teils. Stehend applaudierten die mehr als 100 Mitglieder im Saal dem scheidenden Quartett. Heinrich Schwert, der 1970 als Jugendwart erstmals in den Vorstand gewählt worden ist und diesen nun nach 44 Jahren verlässt, freute sich über eine „insgesamt wunderbare Zeit, in der tolle Freundschaften entstanden sind.“ Er mahnte allerdings auch größeren Respekt vor dem Ehrenamt an.

Vor dem Rücktritt hat der bisherige Vorstand noch eine Maßnahme getroffen, die „sicherlich nicht populär ist und den Nerv trifft“ (Hans Haubruck). Die Erhöhung der Beiträge und der Nutzungsgebühren für die Vereinsanlage in Ehringhausen sahen nicht alle Anwesenden als „moderate Anpassung“ an, wie es Hans Haubruck formulierte. Gerade einmal 34 Mitglieder stimmten für, allerdings auch nur 24 gegen die Erhöhungen. 56 Enthaltungen stehen zu Protokoll.

Und so steht fest: Für Mitglieder unter 18 Jahren steigen die Jahresbeiträge um zehn auf 80 Euro, für Erwachsene um 15 auf 100 Euro. Passive sind mit 35 Euro dabei. Die Nutzungsgebühr beläuft sich für Kinder und Jugendliche auf 130, für Erwachsene auf 200 Euro – ebenfalls pro Jahr. Im Vergleich zu anderen Vereinen geringerer Größe stehe der RV St. Georg noch gut da: „Hätten wir nicht so viele Mitglieder, würden wir mit den jetzigen Erhöhungen nicht auskommen“, meinte Haubruck.

Der Verein wuchs in den vergangenen zwölf Monaten noch einmal um 34 auf nun 757 Mitglieder, darunter 125 Jugendliche. Die erstaunlichste Zahl des Abends: 85 Prozent der Beitragszahler sind weiblich. - gu

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