Reicht die Kapazität? Sport in Werne stößt an seine Grenzen

Bürgermeister Lothar Christ, hier bei der Verleihung der Sportplakette an Andreas Thivessen, will die Zahl der Sportanlagen komprimieren.

WERNE ▪ Gut 2,5 Millionen Euro investierte die Stadt Werne in den vergangenen drei Jahren in den Bau und die Unterhaltung von Sportstätten – speziell im Lindert (Kunstrasen, Hallensanierung) und im Dahl (Leichtathletik-Anlage).

Dies ist aber nicht genug, wenn es nach den Sportlerinnen und Sportlern geht. Bürgermeister Lothar Christ bekam das am Samstag im Rahmen der Sportlerehrung einige Male zu hören.

„Nach dem Sport duscht man mal ganz gerne...“, beklagte zum Beispiel Rolf Wilmsen, Trainer der WSC-Volleyballer, die Zustände in den Sanitärbereichen von Uhland- und Weihbachhalle.

Zudem mahnte er an, dass im Fall des Verbandsliga-Aufstiegs die Spielstätte für die Herren des Werner SC zu klein ist. Und das sei noch nicht alles auf der Mängelliste, meinte Wilmsen. Dass der Sport in Werne in weiteren Bereichen an seine Grenzen stößt, zeigt sich auch im Lindert.

So schämten sich die Hockey-Knaben des TV Werne fast schon, dem Publikum zu sagen, dass sie nur einmal in der Woche trainieren können – und trotzdem Westfalenmeister geworden sind.

Es fehlen Hallenzeiten, und auch auf dem neuen Kunstgrün gleich nebenan, das sich Fußballer und Hockeycracks teilen, ist es offensichtlich mehr als eng. „Es wäre sinnvoll, weitere Kapazitäten zu schaffen“, meinte auch Andreas Zinke, Trainer der WSC-Fußballer, bei der Ehrung im Rahmen des Sportlerballs.

Mit dem 2011 ausgearbeiteten Konzept – mitgestaltet von Politik, Verwaltung, Schulen und Sportvereinen – habe man den Grundstein für zukunftsfähige Sportstättennutzung gelegt, sagte Bürgermeister Christ am Samstag in seiner Begrüßungsrede. Das ziehe allerdings keine umfassende Erweiterung von Hallen- und Platzkapazitäten nach sich. Mit Blick auf den Abriss des Stadtstadions sagte Christ: „Wir müssen die Anzahl der Sportanlagen komprimieren und den Bestand durch Modernisierung aufwerten und anpassen.“

Wie das aussehen könne, hänge einzig von der Finanzlage ab, meinte Christ, der sich bei allen ehrenamtlichen Kräften bedankte, „die zur Förderung des Breitensports beitragen, ohne Spitzensport aus den Augen zu verlieren.“ ▪ gu

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