Ein kompletter Medaillensatz für den RSC – Wernke Landesmeisterin auf der Bahn

Philine Wernke (Mitte) mit der Goldmedaille bei der Siegerehrung nach der Landesmeisterschaft auf der Bahn.

WERNE - Einen kompletten Medaillensatz holte sich der RSC Werne am vergangenen Rennwochenend. Neben einem Sieg durch Philine Wernke bei den Landesverbandsmeisterschaften auf der Bahn am Samstag sorgten Daniel Schulte und Jan Tschernoster einen Tag später beim Straßenrennen in Düren-Merken mit zwei weiteren Podiumsplätzen für die nächsten Erfolge in dieser noch jungen Saison.

Die Landesverbandsmeisterschaften im aus vier Disziplinen bestehenden Omnium, bei denen neben U17-Fahrerin Wernke auch der U19er Jan Tschernoster teilnahm, gehörten dabei mehr zum Pflichtprogramm der beiden Werner Fahrer.

Tschernoster Zweiter, Schulte Dritter in Düren

Sowohl Wernke, deren Teilnahme durch ihre Mitgliedschaft im NRW-Kader Pflicht war, als auch Tschernoster, der die Rennen als Test für anstehende Bundesliga-Rennen nahm, werden dieses Jahr den Fokus wieder auf die Straßenrennen legen.

So war für Tschernoster der Gesamtrang zehn keine große Enttäuschung. Wernke hingegen wollte sich als Mitfavoritin ihre Chance auf einen Sieg nicht nehmen lassen, zumal die Veranstaltung ihr erster Renneinsatz in dieser Saison war und damit einen ersten Blick auf ihren Leistungsstand bot.

„Nach dem langen Training im Winter ist man heiß auf die ersten Rennen. Da will man natürlich auch ganz vorne sein“, gab sich Wernke kämpferisch. Kampfgeist war auch allemal von Nöten, denn vor dem abschließenden Punktefahren war alles offen.

Hier behielt die RSC-Fahrerin jedoch die Nerven und spielte ihre Stärke mit einem siegbringenden Angriff aus, wodurch sie gleich beim ersten Start ihren ersten Sieg holte. In der nächsten Woche geht es auch für Wernke auf die Straße weiter.

Dort, auf einem 2,5 Kilometer langen, flachen Rundkurs in Düren-Merken, machten die Senioren aus Werner Sicht am Sonntag den Anfang auf einer offenen, aber windstillen Strecke.

So sah es bei den Senioren lange danach aus, als würde ein großes Feld um den Sieg sprinten, Ausreißer setzten sich in der ersten Hälfte des 40 Kilometer langen Rennens trotz mehrerer Versuche nicht ab. Die beiden RSCler Daniel Schulte und Dirk Riechers hielten sich zu dieser Zeit noch in der Mitte des Feldes auf und verschwendeten keine Kraft. Dann plötzlich war Schulte doch vorne zu sehen. Auch wenn es sein erstes Rennen in dieser Saison war, spielte er seine langjährige Erfahrung aus und hatte den richtigen Riecher, um mit zwei weiteren Fahrern dem Feld zu enteilen. Zwar verschwanden sie nur selten aus dem Blickfeld ihrer Verfolger und ihr Maximalvorsprung lag gerade einmal bei einer halben Minute, doch hinten im Feld führte kein Team konsequent nach, wodurch der Vorsprung der Spitzengruppe immer um etwa 25 Sekunden schwankte.

Dies war auch die Zeit, welche das Trio auf die letzte Runde nahm. Hier musste Schulte letztendlich seine Begleiter ziehen lassen, kam aber dennoch mit ein paar Metern vor dem heran jagenden Hauptfeld ins Ziel.

Die Distanz der folgenden U19-Klasse mit Werner Beteiligung durch Jan Tschernoster war mit 55 Kilometern ein wenig länger als die der Senioren. Nach einem schnellen Start fand sich bereits in der dritten von 22 Runden die entscheidende Gruppe. Neben dem RSCler Jan Tschernoster waren in der sechsköpfigen Gruppe weitere Favoriten des Rennens vertreten, wodurch sich die Zahl der Teams im Feld, die Interesse an einer Verfolgung hätten, verringerte.

Der Spitzengruppe kam das entgegen und sie baute ihren Vorsprung stetig aus. Spätestens als die Distanz zwischen Feld und Spitze die Minutenmarke überstieg, war jedem klar, dass der Sieger des Rennens aus der Spitzengruppe kommen würde.

Trotz weiterer Tempoverschärfungen konnte sich vorne kein Fahrer mehr absetzten und die Gruppe ermittelte den Sieger im Sprint. In guter Position liegend bog der RSCler auf die Zielgerade ein, musste letztendlich aber dem Niederländer Peter Lenderink den Vortritt lassen.

„Ich war gut am Hinterrad des Niederländers positioniert“, schilderte Tschernoster den Sprint aus seiner Sicht: „Aber als ich aus dem Windschatten gegangen bin, kam ich einfach nicht richtig vorbei. Heute hat der beste Sprinter gewonnen.“ - red

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