Nur Weltmeister Kemna vor RSC-Talent Tschernoster

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Jan Tschernoster im Trikot des RSC Werne.

WERNE - Positiv überrascht ist Landestrainer Wolfgang Oschwald von der Fahrweise seiner jungen Truppe. Das NRW-Auswahlteam ist die jüngste Mannschaft in der diesjährigen Radsport-Bundesliga.

Unter den 18 Teams sind auch die deutschen KT Profi-Mannschaften. Das NRW-Team besteht besteht aus acht Sportlern im Alter von 18 und 19 Jahren, zu denen auch der Bergkamener Jan Tschernoster (RSC Werne) gehört.

Am langen Pfingstwochenende fanden das zweite und dritte Bundesligarennen der Saison statt. Die teilweise gerade aus der Juniorenklasse aufgestiegenen Sportler – darunter auch der 18-jährige Tschernoster – müssen in der Bundesliga bereits Distanzen von über 160 Kimomter Länge bestreiten. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es noch Rennen um die 80 Kilometer Länge für die U19-Fahrer.

Diese enorme Umstellung haben die jungen Fahrer hervorragend gemeistert. Am Samstag bei der 28. Main-Spessart-Rundfahrt in Karbach/Franken zeigten Jan Tschernoster und sein Teamkollege Aaron Grosser aus Hamm eine Top-Leistung.

Auf dem selektiven Rundkurs beendeten nur 76 der 120 Starter den schweren Wettbewerb. Eine 13 Fahrer umfassende Spitzengruppe mit Jan Tschernoster machte das Rennen unter sich aus.

Mit Platz sieben fuhr der Bergkamener wieder eine sehr gute Platzierung heraus. Den Sprint des Feldes gewann der Deutsche Meister, Walscheid, vor dem Top-Sprinter Willwohl und Aaron Grosser, der seine Endschnelligkeit unter Beweis stellte.

Am Sonntag mussten die Fahrer in Dautphe (Hessen) beim dritten Bundesligarennen wieder 160 harte Kilometer mit einem 500 Meter langen – und steil ansteigenden Zielsprint – bestreiten. Aber auch nach dem harten Rennen vom Vortag bewiesen die 18-jährigen Jan Tschernoster und Aaron Grosser ihre große Veranlagung.

Das Rennen war von vielen Attacken geprägt. In der dritten von insgesamt 17 zu absolvierenden Runden setzten sich rund 15 Fahrer an die Spitze des 120-köpfigen Fahrerfeldes. 80 Kilometer fuhr die Spitzengruppe vor dem jagenden Feld, wurde dann aber 40 Kilometer vor dem Ziel gestellt.

Trotz der harten Arbeit an der Spitze belegte Jan Tschernoster Platz neun und Grosser Platz 26. Beide sorgten mit dem Kaarster Küsters dafür, dass die NRW-Mannschaft unter den gemeldeten 18 Teams auf Platz fünf in der Tageswertung kam.

In der Gesamtwertung des Jungjahrganges liegt Jan Tschernoster hinter dem amtierenden Zeitfahr-Weltmeister, Profi Lennart Kemna vom Team Stölting, auf dem zweiten Platz. Aaron Grosser belegt Platz sechs.

Die beiden nächsten Bundesligarennen finden am 6./7. Juni in Ilsfeld-Auenstein (Württemberg) statt. Auch hier sind wieder starke Bergfahrer gefragt, da der Kurs durch die Weinberge der Region führt. - red

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