Philine Wernke zweifache NRW-Landesmeisterin – Tschernoster wird Zweiter

Philine Wernke (Mitte) vom RSC Werne wurde doppelte Landesmeisterin im Zeitfahren und im Straßenrennen.

WERNE -   Das vergangene Wochenende stand für die Rennfahrer des RSC Werne ganz im Zeichen der Landesverbandsmeisterschaften. Bereits am Samstag wurden in Rhede die besten Fahrer aus NRW im Zeitfahren ermittelt, ehe am Sonntag in Paderborn die Titel im Straßenrennen vergeben wurden.

Ihrer Favoritenrolle in der weiblichen U17-Klasse wurde Philine Wernke vom RSC dabei vollkommen gerecht. Sie darf sich nach diesem Wochenende doppelte Landesmeisterin nennen.

Schon am Samstag im Zeitfahren über zehn Kilometer ließ sie an ihrer Form keine Zweifel und nahm ihrer ärgsten Konkurrentin 18 Sekunden ab. „Die Strecke war gut für mich. Allerdings hatten wir mit extrem viel Wind zu kämpfen“, sagte die aus Walstedde stammende Sportlerin.

Ein wenig enttäuscht war U19-Fahrer Jan Tschernoster nach seinem Rennen über 20 Kilometer. Er war lediglich fünf Sekunden langsamer als der Dürener Schotten, was für ihn den zweiten Platz bedeutete. „Ich hätte hier heute gerne gewonnen“, resümierte der RSC-Aktive: „Vor drei Wochen bei der Cottbus-Rundfahrt war ich noch vor Schotten und heute habe ich auch gemerkt, dass eigentlich mehr gehen müsste.“

Eine weitere Chance auf einen Sieg gab es nur einen Tag später auf dem schweren Kurs in Paderborn. Bei einer Rundenlänge von acht Kilometern, zwei Anstiegen und Wind war die Strecke einer Verbandsmeisterschaft würdig.

Den Anfang machte erneut Philine Wernke, die bereits vor zwei Jahren auf dem selben Kurs den Sieg davon getragen hatte, damals noch als U15-Fahrerin.

Und die RSClerin hielt dem Druck stand und distanzierte bereits zur Hälfte des 32 Kilometer langen Rennens ihre Konkurrentinnen, um letztlich einen souveränen Solosieg zu feiern. Der brachte ihr auch das Lob der Trainerin des Landesverbands NRW ein, in deren Auswahlteam sie nächste Woche bei der TMP-Tour in Gotha starten wird.

Das U19-Rennen, in dem Jan Tschernoster als einer der Favoriten gehandelt wurde, führte über 72 Kilometer. Alles schaute dabei auf den Fahrer aus Bergkamen, wodurch sich zunächst eine zweiköpfige Spitzengruppe bildete, die jedoch niemand ernsthaft verfolgen wollte.

Die Order von Trainer Rolf Volmerg an Tschernoster lautete, bloß nicht zu viel alleine machen, da es sich bei den zwei Spitzenreitern ohnehin um zwei Fahrer aus seinem Bundesligateam handelte, und somit die Verantwortung in erster Linie bei den anderen Teams lag.

Brüder Volmerg ohne Chance im Eliterennen

Zwei Runden vor dem Ende kam es dennoch zum Zusammenschluss und somit auch neuen Attacken, bei denen der RSCler allerdings nicht mehr so frisch aussah wie in den Runden zuvor. So musste er in der letzten Runde einige Fahrer ziehen lassen und wurde am Ende Achter. „Ich weiß auch nicht, woran es letztendlich gelegen hat“, meinte Tschernoster nach dem Rennen schulterzuckend: „Aber am Ende hat einfach die Spritzigkeit gefehlt.“ Ein Grund könnte auch die hohe Belastung der vergangenen Woche gewesen sein. Neben dem Zeitfahren von Samstag war Tschernoster bereits am Donnerstag beim Bundesliga-Auftakt in Frankfurt gefahren und hatte dort unter schwierigen Bedingungen Platz 19 belegt.

Ebenfalls nicht besonders gut lief es für die Brüder Frederik und Jonas Volmerg im Eliterennen. Für sie war der Wettkampf, in dem nur wenige Fahrer das Ziel überhaupt erreichten, bereits nach drei Runden beendet. „Die Berge und der Wind haben heute alles auseinander genommen“, berichtete Frederik Volmerg: „Da hatten wir einfach nichts zu melden.“

Auf Platz 25 fuhr schließlich noch Dirk Riechers, der einzige Seniorenstarter aus Werne, ins Ziel. Am Berg machte er dabei einen soliden Eindruck. - red

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