Tschernoster fährt durch das Rüebli-Land – WM-Entscheidung offen

Jan Tschernoster fährt bei einem herausragend besetzten Etappenrennen in der Schweiz.

WERNE - Nach zwei Rennen rund um das norditalienische Bergamo am vergangenen Wochenende ist Jan Tschernoster, Radtalent des RSC 79 Werne, auch in diesen Tagen wieder international unterwegs.

Er startet vom heutigen Freitag bis Sonntag beim 38. Grand Prix Rüebliland in der Schweiz – zunächst immer noch in der Ungewissheit, ob sich in diesem Monat sein Traum von der Teilnahme an der Weltmeisterschaft im spanischen Ponferrada erfüllen wird.

Da gehört der 18-jährige Schüler zum engeren Kreis der Kandidaten für das Zeitfahren der U19-Junioren am 23. September (WA berichtete). „Der Bundestrainer weiß es sicher schon, aber uns ist noch nichts bekannt“, sagt Jans Mutter, Beate Tschernoster. Die Entscheidung von Wolfgang Ruser passiert zunächst noch das Präsidium des Bundes Deutscher Radfahrer, bevor sie öffentlich gemacht wird. Das dürfte am Wochenende geschehen. Ruser ist auch Teamleiter bei der Rundfahrt im Kanton Aargau westlich von Zürich.

Drei Etappen und ein Zeitfahren

Viel Zeit hat Jan Tschernoster nicht, um über seine WM-Chancen nachzudenken. Am Donnerstag fuhr er nach Merdingen, um sich dort mit den Kollegen aus dem deutschen Kader zu treffen. Erstmals übrigens als Selbstfahrer: Am vergangenen Sonntag wurde Tschernoster 18 Jahre jung.

Von Merdingen aus geht es weiter in den Kanton Aargau, wo heute um 15 Uhr der Startschuss für die erste Etappe über 98 Kilometer rund um die Stadt Kriegstetten erfolgt.

Sprungbrett für Fahrer der Extraklasse

Am Samstag warten zwei Prüfungen auf Tschernoster. Zunächst werden am Morgen 87 Kilometer über einen Rundkurs um Seon herum gefahren, am Nachmittag folgt das Zeitfahren über 9,3 Kilometer von Seon über Egliswil und Seengen zurück nach Seon. Die vierte Etappe wird schließlich am Sonntag über 111 Kilometer rund um Aarburg gefahren.

1977 wurde der Grand Prix Rüebliland als Etappenrennen für Junioren erstmals ausgefahren. Seit einigen Jahren zählt der Wettbewerb zum Super-Weltcup der Junioren der UCI und darf als das am besten besetzte Nachwuchs-Etappenrennen in Europa bezeichnet werden.

Für viele Spitzenfahrer wie Fabian Cancellara, Ivan Basso, die Schleck-Brüder oder Damiano Cunego war der GP Rüebliland mit vorderen Platzierungen oder sogar Siegen ein internationales Sprungbrett. In diesem Jahr sind 19 Juniorenteams aus 14 Nationen am Start. - gu

Surftipp: Bilder, Ergebnisse und Streckeninfos gibt’s zeitnah unter www.gp-ruebliland.ch

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