Jan Tschernoster bei der Bundeswehr in der Sportförderung

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Jan Tschernoster, unter anderem 2014 Elfter bei der Zeitfahr-Weltmeisterschaft der U19.

Bergkamen - Seit Anfang November ist das Bergkamener Radsporttalent Jan Tschernoster nun Bundeswehr-Soldat. Das Riesentalent mit seinem sportlichen Wurzeln beim RSC Werne wird nach seiner sechswöchigen Grundausbildung, die der 19-Jährige derzeit in Hannover absolviert, dabei vermutlich der Sportfördergruppe Todtnau-Fahl im Schwarzwald angehören, an der die talentiertesten Straßenfahrer unterstützt werden.

Allerdings wird Tschernoster während seines elfmonatigen Bundeswehr-Dienstes den Status eines „Heimschläfers“ haben. „Jan wird sein Training weiter wie bisher nach den vom Bundestrainer Ralf Grabsch aufgestellten Trainingsplänen absolvieren“, berichtet Jans Vater Ralf Tschernoster.

Fernstudium bleibt das zweite Standbein

Das heißt auch, dass Jan Tschernoster im gleichen Umfang wie bisher auch für Rennen freigestellt wird – nun gibt es dafür aber Sold und er kann das Trainings-, Athleten- und Gesundsheitsmanagement der Sportfördergruppe nutzen.

Parallel dazu betreibt Jan Tschernoster nun ein Fernstudium mit der Fachrichtung Maschinenbau. „Jan hätte in Bochum oder Dortmund studieren können. Aber ein Präsenzstudium ist mit dem Trainingspensum nur schwer zu vereinbaren“, sagt Vater Ralf Tschernoster: „Wenn etwa im Frühjahr die Trainingslager anstehen, ist es nicht möglich, Vorlesungen zu besuchen.“

Dass sein Sohn aber neben dem intensiven Radsport sich auch ein zweiten Standbein sucht, stand immer außer Frage. „Das haben wir immer so gepredigt. Denn mit dem Radsport Geld zu verdienen, gelingt nur ganz wenigen“, er klärt Ralf Tschernoster.

Allerdings hat auch das extrem erfolgreich verlaufene erste Jahr im U23-Bereich die Idee einer möglichen Radsport-Karriere befeuert. Sieg bei der Oder-Rundfahrt, vordere Plätze bei den Bundesliga-Rennen und bei der Bergfahrt-DM und das erste Profirennen der höchsten Kategorie beim Münsterland-Giro gehören zu den Meilensteinen in diesem Jahr.

So wurde Jan Tschernoster schon früh in der Saison als Stagiaire (radelnder Praktikant) vom Profi-Team Rad-net Rose verpflichtet und fährt auch weiter für das Nachwuchsteam Rose Team NRW.

In der Winterpause stehen nun auch Überlegungen an, wie es in der kommenden Saison weitergeht und welche Schwerpunkte gelegt werden. In der Vergangenheit hatten Jan Tschernoster und seine Eltern bislang jedenfalls die richtigen Schritte gewählt.

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