Jan Tschernoster wird DM-Neunter im Zeitfahren

+
Jan Tschernoster – hier bei der Junioren WM 2014 in Spanien – hat bei seiner ersten Teilnahme an einer U23-DM gleich ein Top 10-Ergebnis herausgefahren.

Werne -  Jan Tschernoster hat seine Premiere bei der Deutschen Meisterschaft der U23 auf der Straße mit Bravour bestanden. In Einhausen belegte der 18-jährige Bergkamener im Zeitfahren über 30 Kilometer den neunten Platz.

„Ich habe vorher gesagt, dass ich mich über ein Top 10-Ergebnis freuen würde“, meinte der Mann vom RSC Werne.

Es sei für ihn schwer einzuschätzen gewesen, da er gegen die meisten der Teilnehmer noch nicht gefahren sei, meinte der Elfte der Junioren-Weltmeisterschaft 2014 in Spanien. Die jungen Nachrücker wie Tschernoster haben sich gleich etabliert – allen voran Lennard Kemna. Der Goldjunge der WM von Ponferrada verwies Titelverteidiger Nils Politt (beide Team Stölting) um sechs Sekunden auf Rang zwei. „Dass Lennard gewinnt, ist sicher überraschend, zeigt aber seine ganze Klasse“, meint Tschernoster.

84 Fahrer gingen bei idealen Bedingungen mit Sonne und mehr als 25 Grad Lufttemperatur auf die Strecke – 30 Kilometer lang und flach wie ein Teller und mit einer Autobahnbrücke als höchste Erhebung. „Mir wäre es mehr entgegengekommen, wenn der eine oder andere Hügel oder kleine Wellen drin gewesen wären“, meint Tschernoster. So gab es keinerlei Erholung und ein Rennen voll am Anschlag. „Ein schöner Zeitfahrkurs“, sagt Tschernoster dennoch.

Mit der Zieldurchfahrt nach 38:21 Minuten ging es für den Abiturienten aber noch nicht vom Rad. „Wir werden gleich noch ein bisschen locker rollen, so eineinhalb Stunden“, meinte er – mit Blick auf Sonntag eine sinnvolle Maßnahme zur Regeneration. Auch heute werde noch ein bisschen gerollt, „so mit ein, zwei kurzen Belastungen, dann sieht es für Sonntag gut aus.“

Denn dann steht für Jan Tschernoster der Start beim Eliterennen im Rahmen der Deutschen Meisterschaft auf dem Programm. Die Distanz ist hart. „Wir sind ja das eine oder andere Mal in der Bundesliga so um die 160 Kilometer gefahren und ich bin im Verlauf der Saison immer besser damit klargekommen – aber jetzt ist das noch mal ‘ne Stunde mehr...“, sagt er über die 204,8 Kilometer lange Tour rund um Bensheim im Feld der deutschen Top-Leute wie John Degenkolb, Marcel Kittel oder André Greipel.

„Wir sind gestern die Strecke mit dem Auto abgefahren, die ist richtig schwer. Mal sehen, wenn richtig ernst gemacht wird“, sagt Tschernoster, der das Rennen einfach als Bonus wertet und es durchaus als „schöne Sache“ ansieht – trotz der Strapazen, die auf ihn warten. - gu

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare