Radfahrer Jan Tschernoster gewinnt 35. Barbaralauf des SuS Oberaden

Bergkamen - Einen perfekten Sonntag feierte gestern Jan Tschernoster. Der Ex-Radfahrer des RSC Werne überraschte die Läufer mit der mit Abstand schnellsten Zeit über die zehn Kilometer der 35. Barbararunde des SuS Oberaden.

In guten 34:08 Minuten holte er den Siegerpokal. Zweiter wurde der eigentliche Favorit des Laufes, Tim Holtbrügge aus Lüchtringen, der mit 35:06 fast eine Minute langsamer war. 

Für die schnellste Frau Marit Bergmann vom Laufteam Unna stoppte die Uhr bei 42:34 Minuten. Die Konkurrenz über die fünf Kilometer entschied Devon Droste, ebenfalls vom LT Unna in 19:27 Minuten für sich.

Erster 10 km-Lauf von Tschernoster

„Es war mein erster richtiger Wettkampf über die zehn Kilometer“, erklärte der im Ziel erstaunlich frische Sieger Tschernoster. „Mit dem Kreislauf habe ich aufgrund meiner Vorgeschichte als semiprofessioneller Radfahrer ja keine Probleme. Nach dem Münsterland-Giro vor zwei Monaten hab ich damit ja erst aufgehört.“ Seine Muskeln hätte er allerdings gegen Ende des Laufes durch den Römerbergwald schon gemerkt. Erstaunlich: Tschernoster hatte zuvor nur einmal eine Staffel über die Distanz gelaufen.

„Ein Teil der Strecke da am Kuhbach ist aber meine Frühstücksrunde“, sagte der Weddinghofener. Und zu seinen läuferischen Ambitionen meinte der Maschinenbaustudent: „Ich plane nichts, laufe ja nur, um irgendwie noch Sport zu treiben und fit zu bleiben.“

Männertrio der Lipperunner auf Platz zwei in der Teamwertung

Stärkste Gruppe beim Volkslauf war wieder einmal das Laufteam Unna mit knapp 50 Teilnehmern. Obwohl: Es gab da noch die Schüler des Gymnasiums Altlünen, die 70 Schüler an den Start stellten. Die trotteten teils schon nach 200 Metern nebeneinander über die Bahn und behinderten ambitionierte Läufer. „Die Schüler haben die Läufer echt behindert, liefen teilweise zu sechst nebeneinander über die Bahn“, ärgerten sich die Vereinskollegen Patrick Zimba und Philipp Kruthoff von den LippeRunners. 

Trotz aller Schwierigkeiten holten die drei Platz zwei in der Mannschaftswertung über die zehn Kilometer. Alle blieben unter 40 Minuten. Teamchefin Claudia Nachtwey war mit den Jungs zufrieden. Und mit sich selbst auch, hatte sie doch nach längerer Verletzungspause „wieder angreifen wollen.“ Nachtwey brauchte als Neunte der Frauenwertung 50:51 Minuten.

35. Barbaralauf des SuS Oberaden, Teil 1

Den schnellsten Werner über die zehn Kilometer stellte übrigens der TV: Marcel Piechota wurde mit 37:47 Minuten Sechster. Hannah Baumeister von den Wasserfreunden wurde bei den Fraunen sogar Vierte (47:51). 

Unlust einiger Schüler ärgerlich

Der Tag begann schon mit dem „Wettkampf“ der jüngsten um 9.30 Uhr. Alle Bambinis waren nach den 340 Metern stolz auf die Medaille. Auch der kleine Anton hatte eine um den Hals hängen. „Er ist die schnellsten zwei Meter gelaufen“, scherzte der Pappa nach dem entsprechend schnellen Ausstieg des Filius aus dem Rennen. Ein bisschen aus der Fasszung geriet Moderator Günter Ebeling beim Start der älteren Schüler über 3000 Meter. „Wir sind schon über die Zeit. Es gibt jetzt einen Zwangstart“, verlor er die Geduld. In dieser Gruppe schienen einige Schüler zwangsverpflichtet worden zu sein. Ihre zur Schau gestellte Lustlosigkeit trübte die ansonsten sehr gute Stimmung des Laufes bei bestem Wetter nur wenig.

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