Jan Tschernoster vor der Zeitfahr-WM: „Es sieht nicht schlecht aus“

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Der Bergkamener WM-Starter Jan Tschernoster (RSC Werne) beim Zeitfahren am vergangenen Wochenende in Berlin.

WERNE - Am kommenden Dienstag ab 10 Uhr hat das Bergkamener Radsporttalent Jan Tschernoster vom RSC Werne seinen großen Auftritt bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Spanien.

In Ponferrada, einer etwa 68 000 Einwohner zählenden Stadt im Norden Spaniens in der Provinz Léon, startet der 18-Jährige im Zeitfahren der U19-Junioren. Vor dem Abflug am Freitagmorgen von Stuttgart und nach seinem 5-tägigen Trainingslager in Sindelfingen äußerte sich Tschernoster im Gespräch mit WA-Redakteur Frank Zöllner.

....über das finale Trainingslager in Sindelfingen:

Ich denke, wir sind ganz gut vorbereitet. Das meiste musste sowieso schon vorher stehen. Wir haben uns gut regeneriert.

...über sportliche Vorbilder:

Da habe ich kein direktes. Zwar schaut man schon genau hin, wie etwa Tony Martin fährt, aber nacheifern ist schwierig.

...über sein Rad und das Material für das Zeitfahren:

Da habe ich ein spezielles Rad. Das wird von meinem Bundesliga-Team Sportforum gestellt. Das ist schon gut, aber man kanns da auch deutlich mehr Geld für diese Spezialräder anlegen als das bei meinem der Fall ist. Es ist auch nicht besonders leicht und wiegt etwa acht bis neun Kilo. Einen speziellen Zeitfahrhelm in Tropfenform bekomme ich noch gestellt. Mit gutem Material kann man beim Zeitfahren relativ Zeit gut machen.

...über eine mögliche Platzierung:

Da möchte ich mich nicht festlegen. Ich kann da nichts zu sagen, denn das ist schwer einzuschätzen. Es sind ja schließlich die besten Fahrer ihrer Länder dabei. Aber so schlecht sieht es sicherlich nicht aus für mich.

...über die Vorfreude und Anspannung:

Jetzt erst einmal freue ich mich auf jeden Fall. Alleine die Nominierung ist ein großer Erfolg für mich. Die Anspannung wird erst kurz vor dem Wettbewerb kommen. Ich habe im Laufe der Saison aber gelernt, entspannter in die Wettbewerbe reinzugehen und locker zu bleiben.

...über die Zeitfahrstrecke:

Die ist 29,5 Kilometer lang. Start und Ziel ist Ponferrada Es ist erst eine insgesamt flache Strecke über die ersten 25 Kilometer mit einem kurzen Anstieg vor dem Ziel zur Burg in Ponferrada hoch. Es sind 172 Höhenmeter zu absolvieren. Wir werden die Strecke vor Ort im Training auf jeden Fall abfahren.

...über eine finanzielle Unterstützung:

Ich bekomme keine Sporthilfe, da ich nicht am Anfang des Jahres zum Bundeskader gehört habe und erst später nominiert wurde. Ob ich im Januar nächsten Jahres zum Kader gehöre und dann Sportförderung bekomme, weiß ich natürlich noch nicht.

...über seine Anfänge:

Ich bin vor neun Jahren mit den Fahrradfahren angefangen. Erst habe ich zusammen mit meinen Eltern an Radtouristiken teilgenommen. Das wurde mir irgendwann zu langweilig. Als Jugendlicher will man ja Rennen fahren und nicht nur ankommen. Ich bin dann zum RSC Werne gekommen. Die hatten ein sehr gutes Programm mit regelmäßigem Training unter Rolf Volmerg.

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