Paris-Brest-Paris: Vier Fahrer vom SV Herbern beim Fahrradmarathon

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Stramme Leistung: Die vier Herberner benötigten für die 1230 Kilometer von Paris nach Brest und zurück keine 90 Stunden.

Werne - Zum 12. Mal fand jetzt der Brevet Paris–Brest–Paris (PBP) mit der Rekordbeteiligung von 6.000 Teilnehmern statt. Darunter waren mit Andreas Mersmann, Christoph und Tobias Hönig sowie Martin Gröne vier Fahrer vom SV Herbern, die bei dem 1.230 Kilomter langen Fahrradmarathon mitfuhren.

Die Langstreckenfahrt findet seit 1971 in einem vierjährigen Turnus statt. Die Veranstaltung ist kein Rennen – das Ziel der meisten Teilnehmer ist lediglich, die Strecke innerhalb der vorgegebenen Zeit (wahlweise 90, 84 oder 80 Stunden) zu schaffen.

Auf der hügeligen Strecke sind gut 10 000 Höhenmeter zu bewältigen. Das Besondere bei „PBP“ ist die Atmosphäre und die Unterstützung durch die Anwohner. In vielen Dörfern stehen die Bewohner Tag und Nacht bereit mit Tischen auf denen sie Wasser, Kaffee und Kekse anbieten.

Andreas Mersmann und Christoph Hönig waren schon einmal dabei und von dem Erlebnis so begeistert, dass sie es wiederholen wollten. Sie motivierten außerdem noch Martin Gröne und Tobias Hönig zur Teilnahme. So fuhren vier Radsportler vom SV Herbern nach Paris. Auf die Strecke gingen die vier Herberner zu unterschiedlichen Zeiten, denn sie hatten abgesprochen, dass jeder für sich fährt. Alle hatten sich aber vorgenommen, nicht auf Tempo zu fahren, sondern die Strecke und die Atmosphäre so intensiv wie möglich zu genießen. Alle hatten sich für das Zeitlimit von 90 Stunden entschieden.

Abgesehen von Martin Gröne, der bald auf und davon war, trafen sich die drei Übrigen immer wieder einmal auf der Strecke oder auf einer der Kontroll- oder Verpflegungsstellen, die es in Abständen von etwa 60 bis 90 Kilometern gab. Andreas Mersmann und Christoph Hönig bemerkten dabei auf den ersten 300 Kilometern einige beachtliche Hügel, die sie auf ihrer ersten Fahrt 2011 in der Premieren-Euphorie gar nicht so richtig wahrgenommen hatten.

Die Fahrt war zwar schon anstrengend, aber dennoch weitgehend stressfrei: Keiner hatte eine Panne oder einen Sturz, es bestand nie die Gefahr, das Zeitlimit nicht einhalten zu können.

Martin Gröne erreichte das Ziel gegen nach 68 Stunden und 33 Minuten. Andreas Mersmann erreichte das Ziel am nächsten Tag nach 86:26 Stunden ebenso wie Tobias Hönig (86:44 Stunden) und Christoph Hönig (87:58 Stunden).

Auf dem Campingplatz, auf dem alle Herberner untergebracht waren, ließen sie die Erlebnisse der langen Fahrt Revue passieren. Die Essenz: Es hat Spass gemacht und allen ging es auch nach der Fahrt noch gut. - red

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