Quintett des RSC Werne quält sich Dolomiten-Pässe hoch

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Einige tausend Höhenmeter mussten die RSC-Fahrer in den Dolomiten überwinden, um ans Ziel zu gelangen.

Werne - „Die Ecke ist eigentlich zu schön, um da einfach nur hoch zu knallen“, sagt Dirk Böhle. Gemeinsam mit Jürgen Teicher, Peter Dercken, Joachim Schröder und Peter Jücker ging es am vergangenen Wochenende zum Radmarathon in den Dolomiten.

Der „Maratona dles Dolomites-Enel“ begann vor knapp 30 Jahren mit einer 175 Kilometer langen Strecke, auf der insgesamt sieben Pässe der Dolomiten überwunden werden mussten. 166 wagemutige Radler waren damals am Start. Inzwischen ist diese spektakuläre Veranstaltung eines der wichtigsten europäischen Ereignisse des Radsportes für Amateure mit knapp 9000 Teilnehmern aus über 50 Nationen.

Fünf der begehrten Startplätze – es gibt 30000 Bewerbungen aus allen Welt – ergatterte das Quintett des RSC Werne. Während einige Teilnehmer nach der schnellsten Zeit streben, geben sich die anderen damit zufrieden, das einmalige Panorama der Dolomiten zu genießen. „Zur letzteren Gruppe zählten auch wir, auch wenn von Genießen keine Rede sein konnte. Es ging entweder steil nach oben oder schnell nach unten. Es war schon heftig“, berichtet Dirk Böhle.

Besonders schnell war Jürgen Teicher, Vorsitzender der Laufsportfreunde Werne, unterwegs. Er meisterte die 138 Kilometer lange Strecke und 4230 Höhenmeter in 7:15:28 Stunden, gefolgt von Peter Dercken (7:51:35 Stunden). Zusammen kamen Joachim Schröder und Peter Jücker ins Ziel. Die Uhr stoppte bei 8:13:25 Stunden. Dirk Böhle ließ einen Berg aus. „Ich war einfach platt. Das war die beste Lösung nach dieser Quälerei“, so der Sportwart des TV Werne, der im Vorjahr schon beim Dreiländer-Giro in die Pedale getreten hatte.

Am Freitag hatte sich das Quintett in Richtung Italien aufgemacht. Am Samstag standen der Check-In im Hotel und Sightseeing auf dem Programm. „Die Gegend ist vielen Skifahrern ein Begriff. Dass man aber auch hier mit dem Rad fahren kann, wissen die meisten nicht“, erklärt Dirk Böhle. Die Größe des Teilnehmerfelds – gestartet wird in vier Gruppen – verlangte ihm und seinen Teamkollegen eine Menge ab. „Um 6.30 Uhr fiel der Startschuss von einem Helikopter aus, gegen 7 Uhr waren wir erst über die Startlinie gerollt. Als Neulinge hatte man uns ganz hinten eingruppiert“, erzählt Böhle. „Staus“ gab es auch an den Verpflegungsstationen.

Die Pässe Campolongo (1875 m), Pordoi (2239 m), Sella (2244 m), Gardena (2121 m), Giau (2236 m) Valparola (2200 m) und als Höhepunkt die „Katermauer“ (Mür dl giat), über 1400 Meter hoch und mit bis zu 19 Prozent Steigung, verlangten den Rennfahrern alles ab.

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