Pokalsieg wäre das perfekte Abschiedsgeschenk für Oscar Franco Cabrera

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Oscar Franco Cabrera (links) bestreitet sein letztes Heimspiel für den SV Herbern.

Herbern – Oscar Franco Cabrera schließt nicht aus, dass die Gefühle am Sonntag mit ihm durchgehen werden. Der Spanier wird im Rahmen des letzten Heimspiel des SV Herbern in der Landesliga-Saison 18/19 verabschiedet – auch wenn es noch nicht der ultimative Auftritt im Dress der Blau-Gelben sein wird.

„Ein bisschen komisch“ werde sich das anfühlen, sagt Franco Cabrera, der jetzt fünf Jahre lang in Deutschland gekickt hat. So sehr er sich darauf freue, die Liebsten daheim in die Arme zu schließen: Familie hat er ja irgendwie auch in Ascheberg. Allen voran bei Holger Möllers.

 Der Trainer holte ihn 2014 aus Granada zum damaligen Bezirksligisten TuS Ascheberg und nahm ihn 2016 mit nach Herbern. Er hatte bei allen Fragen auch ein Ohr für seinen Schützling – ob privat oder beruflich. Möllers: „Ein perfektes Beispiel dafür, wie Integration funktionieren kann.“ 

Franco Cabrera sei nicht nur als Mensch gereift, sondern auch als Fußballer: „Schon in Ascheberg war er der beste Spieler weit und breit. Die Konkurrenz wusste aber, dass sie ihm mit körperlicher Härte den Schneid abkaufen kann.“ Des Trainers Rat damals: „Setze nach jedem Foul ein Lächeln auf und zeige deinem Widersacher beim nächsten Zweikampf, dass du der Bessere bist.“ 

Das im Vergleich zu Spanien intensivere Spiel hierzulande werde ihm gewiss bei seinem künftigen Verein helfen, glaubt Möllers. Sein Schützling will in Andalusien „in der dritten oder vierten Liga Fuß fassen. 

Das Niveau dort ist nicht ganz so hoch wie in den unteren deutschen Profispielklassen. Eher so Oberliga“, erklärt der Spieler. Ob er, bei aller Freude über die Rückkehr, nichts vermisst? „Doch, alles“, sagt Franco Cabrera. Die westfälische Küche eher nicht so, denn „das Essen in Spanien ist auch nicht so schlecht. Ich dachte eher an Mitspieler, Arbeitskollegen und Freunde.“

 Auch sein nächstes Reiseziel stehe bereits unumstößlich fest: „Herbern natürlich.“ Aber ganz weg sei er ja eh noch nicht, beschwichtigt der Mann, der laut Möllers in fünf Jahren nicht eine einzige Übungseinheit verpasst hat. „Sechs Punkte“ aus den verbleibenden beiden Ligapartien wünscht sich Oscar Cabrera. Dazu ein Sieg im Kreispokalfinale am 30. Mai in Roxel gegen den Oberligisten Gievenbeck. Das wäre für ihn „der perfekte Abschied“.

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