Schnelle Runden beim 7. Werner Poco-Cup

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Dennis Klemme feiert sich und seinen Sieg im Eliterennen.

Werne - Dennis Klemme vom Stevens Racing Team hat beim 7. Poco-Cup des Radsportclubs 79 das Eliterennen über 72,8 Kilometer gewonnen. Der 26-Jährige verwies im Massensprint Lennart Klein (Spich) und den Sieger von 2011, Hendrik Werner auf die Plätze zwei und drei.

Frederic Volmerg, einziger Teilnehmer des RSC Werne, landete auf dem 13. Platz.

„Es wäre ein besseres Ergebnis möglich gewesen“, meinte der 26-jährige Student. Aber er wählte die Strategie, sich dem Werner Publikum oft in der Spitzengruppe zu zeigen und holte sich dabei auch zwei Prämien. „Da tut es richtig weh, von vorne heraus zu fahren“, meinte Volmerg, dem am Ende in dem Highspeed-Rennen ein paar Körner fehlten, „vor allem dann, wenn man hier seit morgens um Sechs auf den Beinen ist und helfen muss.“

Das Rennen war top-besetzt. „Es ist alles dabei, was in NRW Fahrrad fahren kann“, meinte Volmerg. Auf dem flachen Rundkurs entwickelte sich ein Wettbewerb, der am Ende mit einem Schnitt von 46 km/h gefahren wurde. „Wer soll denn hier sich mal absetzen? Wer kann einen 47er- oder 48er-Schnitt fahren? Das können nur Leute wie Tony Martin oder Fabian Cancellara“, meinte Streckensprecher Henning Tonn. „Es waren ständig Attacken da. Aber du kommst einfach nicht weg“, sagte Sieger Dennis Klemme. Zu ausgeglichen war das Feld, so dass es zum Massensprint kam. Mit Tempo 60 suchten die Fahrer da auf der leicht ansteigenden Geraden Rad an Rad die Entscheidung

Auch Klemme fuhr, wie Frederic Volmerg, anfangs verstärkt vorne mit und um die Prämien, hielt sich dann aber aus den weiteren Attacken heraus. „Ich habe mich im Feld versteckt und erholt“, meinte der Versicherungskaufmann. Unterstützt wurde er von seinem Bruder Dominik, der zuletzt für den Schweizer Rennstall IAM Cycling fuhr und 2014 an der Vuelta a España teilnahm.

Am Ende hatte Klemme wieder genügend Kraft, den Zielsprint auf den letzten 150 Metern von vorne zu fahren. Auch er hatte, wie sein Bruder, eine Profikarriere vor Augen. „Aber dann kamen Schule und Beruf dazwischen.“ Werne war sein vierter Saisonsieg. Hendrik Werner, Sieger von 2011, freute sich am Ende über den dritten Platz. „Ich hatte das Podium eigentlich schon aufgegeben, weil ich schlecht in die letzte Kurve gekommen bin. Aber dann haben die anderen mich ja noch gelassen...“

Sieger Dennis Klemme kam die Streckenführung in Werne entgegen: „Hier haben Sprinter eine Chance. Und Sprint liegt mir mehr als alles andere“, meinte der Sieger.

Peter Wenner vom Radsportclub 79 sieht das ein wenig anders: „Vielleicht müssen wir an der Strecke arbeiten, so dass während des Rennens bereits stärker selektiert wird. Wir müssen mal überlegen, wie wir ein paar Schwierigkeiten einbauen können.“

Eine überragende Leistung lieferte auch Peter Büsch (Team Starbikewear) ab. Der Rheinländer belegte hinter Nachwuchstalent Sven Thurau (Büttgen) den fünften Platz. Büsch ist mit 50 Jahren der vielleicht älteste Fahrer in der höchsten Amateurkategorie.

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