Beim RSC Werne: 10. Poco-Cup mit NRW-Meisterschaft  sieht Wiederholungstäter

Lokalmatador Frederik Volmerg (vorne links) behauptete sich im Hauptfeld weit vorne, belegte am Ende Rang zwölf.

Werne - Team Kern-Haus kann es nicht lassen: Nachdem sich Dominik Ivo im vergangenen Jahr den Titel als Landesmeister bei den Elitefahrern auf der Straße sicherte, war in diesem Jahr sein Teamkollege Alexander Weifenbach wieder an der Reihe. Der 27-Jährige belohnte sich letztendlich für einen erfolgreichen Ausreißversuch, der bereits in der dritten Runde erfolgte und Bestand hatte.

Zusammen mit Teamkollege Simon Happel und dem späteren Zweitplatzierten Johann Leinau vom Team Sauerland und den beiden U23-Fahrern Heiko Heiko Homrighausen (Zugvogel Aachen) und Luke Derksen (RSV Unna) hatte sich Weifenbach ab der dritten Runde vom Hauptfeld abgesetzt. Den Vorsprung baute die Spitzengruppe zwischenzeitlich auf 40 Sekunden aus.

Radsport : NRW Landesmeisterschaft in Werne 

Im Hauptfeld mühte sich das Profiteam Dauner Akkon um Tempo, um die Lücke wieder zu schließen und die eigenen Fahrer wieder in Position zu bringen, denn den Ausreißversuch hatte das Team verpasst. Doch alle Mühe war auf dem knackigen Kurs am Osticker Berg in Langern vergebens. Als noch acht Runden zu fahren waren, zeichnete sich ab, dass das Team Dauner die Nachführarbeit aufgab. Die Spitzengruppe erarbeitete sich einen soliden Vorsprung. Aus dem Hauptfeld startete Julian Woltering sechs Runden vor Schluss nochmal eine Attacke, ihm folgte Lucas Löer vom Team Dauner, doch noch zwei Runden war der Ausreißversuch schon wieder beendet.

Zwei Runden vor dem Ende des Eliterennens setzte Heiko Hemrighausen bei der U23 die entscheidende Attacke am letzten Anstieg vor dem Ziel auf der Langerner Straße. Damit setzte sich er sich von Luke Derksen, mit dem er fast das gesamte Rennen über in der Spitzengruppe mit den Elitefahrern gefahren war, ab und fuhr dann alleine durchs Ziel.

Die Elite musste da noch zwei Runden fahren und Alexander Weifenbach und Johann Leinau blieben bis zum letzten Anstieg zusammen, doch auch hier setzte Weifenbach die entscheidende Attacke und fuhr alleine ins Ziel. Drei Runden vor dem Ende schied sein Teamkollege Simon Happel noch aus der Spitzengruppe heraus aus dem Rennen aus.

Volmerg beweist einen langen Atem

Erfreulich aus Veranstaltersicht war das erfolgreiche Abschneiden von Frederik Volmerg, der lange im Hauptfeld vorne mitgefahren war und in der Endabrechnung den zwölften Platz belegte. Und das, obwohl Volmerg bereits morgens um halb fünf aus dem Bett musste und seit sechs Uhr beim Aufbauen geholfen hatte. „Heute morgen wäre ich wahrscheinlich froh gewesen, überhaupt ins Ziel zu kommen, aber so nah dran schielt man natürlich auf die Top 10“, stellte Volmerg fest.

Elitesieger Weifenbach, der bereits vor zwei Jahren den Landesmeistertitel holte, hatte in diesem Jahr erst spät in die Saison gefunden. „Für mich lief es bislang noch nicht gut, erst seit dieser Woche habe ich das Gefühl, dass es besser klappt und deswegen bin ich schon ein wenig mit Ambitionen angereist“, gab er zu.

Im Rennen lief es aber laut eigener Aussage „erstmal beschissen“. Denn bei der elektrischen Gangschaltung machte der Akku Probleme. „Da hab ich gedacht, dann fahr erstmal, aber es hat ja doch geklappt“, stellte er mit einem Lachen fest.

Die Strecke rund um den Osticker Berg in Langern war in seinen Augen perfekt. „Uns Rundfahrern liegt die natürlich, aber es ging immer hoch und runter, da war nie Ruhe auf der Strecke. Es war so ein ehrliches Rennen“, lobte der Sieger.

Nicht so perfekt lief es für einen weiteren Lokalmatador. Patrick Naber, immer noch Vereinsmitglied beim RSC Werne, aber für den RSV Gütersloh startend, wurde in einen Sturz in der ersten Runde in der Kurve vor dem Zielanstieg verwickelt. Dabei wurde sein Rad so stark beschädigt, dass es für ihn nicht weiter ging. Etwas härter erwischte es noch Moritz Stähle, der mit zahlreichen Schürfwunden direkt ärztlich versorgt wurde, aber ohne Brüche davonkam.   - lel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare