9. Poco-Cup: Lokalmatador Volmerg Fünfter im Eliterennen

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Frederik Volmerg fuhr im Trikot des RSC Werne ein starkes Heimrennen.

Werne - Luca Felix Happke hat beim 9. Poco-Cup des RSC Werne 79 das Eliterennen gewonnen. Starker Fünfter: Lokalmatador Frederik Volmerg.

In dem Wettbewerb über 72,8 Kilometer siegte das 19-jährige Talent vom Team Sauerland NRW im Sprint einer 5-köpfigen Ausreißergruppe vor Alexander Weifenbach vom Team Kern Haus und Dominik Bauer vom Team Dauner. Hervorragender Fünfter wird Frederik Volmerg vom gastgebenden Club.

Volmerg liegt elf Runden vor dem Ende bei der Zieldurchfahrt vorne und initiiert in diesem herausragend besetzten Feld – gut 28 Kilometer sind da auf dem 2,6 Kilometer langen Rundkurs noch zu fahren – den entscheidenden Ausreißversuch.

Diesen geht neben ihm und den drei Podiumsfahrern noch Christopher Harder vom Team Triebwerk mit. „Das hat natürlich Körner gekostet“, sagt Volmerg, und: „Dann habe ich auch noch als Erster die Nerven verloren und den Sprint angezogen.“

Das Rennen lässt zunächst den üblichen Verlauf mit einer Sprintentscheidung aus dem großen Feld heraus erwarten. Quasi mit dem Startschuss beginnt es zu regnen und auch zu hageln. Als sich das Wetter nach gut zehn Minuten wieder beruhigt, hat sich das Feld durch einige Aufgaben bereits gelichtet.

In der Anfangsphase ergibt sich auch ein erster kleiner Ausreißversuch – mit dabei ist der spätere Sieger. Lange bleibt das Feld auf der flachen und für die Fahrer gut einsehbaren Strecke dicht beieinander, bis Volmerg die Initiative ergreift und an der Spitze das Tempo verschärft. Jedes der Favoritenteams ist in der Fluchtgruppe vertreten, und so ist von ihnen im Feld zunächst wenig Neigung zu erkennen, Nachführarbeit zu leisten.

Um die 20 Sekunden beträgt der Vorsprung daher ziemlich konstant, und auch der international erfolgreiche Jan Tschernoster vom RSC 79, aus gesundheitlichen Gründen nur als Streckenposten dabei, ist sich neun Runden vor Schluss sicher: „Die Topteams haben jeweils einen Mann dabei; von denen fährt keiner mehr hinterher.“

Doch am Ende wird es wieder richtig eng. Das Feld treibt die 5er-Gruppe vor sich her. Luca Felix Happke zockt, hält sich zum Schluss aus der Führungsarbeit heraus und hat für den langen Zielsprint den längsten Atem. „Ich hab’ mich da hin und wieder ein bisschen geschont“, meint Happke, für den persönliche Rennverlauf eher ungewohnt ist, denn: „Ich bin nicht so oft in einer Fluchtgruppe, ich komme sonst immer eher im Sprint aus dem großen Feld heraus.“ Zuhause ist der 19-Jährige sowieso eher auf er Bahn – zuletzt gewann der DM-Silber im Derny.

Für Frederik Volmerg war die Platzierung „am Ende völlig okay. Ich wäre garantiert nicht Fünfter aus dem Sprint des Hauptfeldes heraus geworden.“ Gewonnen hat diesen schließlich Lucas Carstensen vom Team ETW Cycling, der nicht nur für den RSC-Vorsitzenden Frank Volmerg als Mitfavorit galt. Schließlich hatte Carstensen im Juli beim Sparkassen Giro in Bochum den dritten Platz hinter dem deutschen Meister Marcus Burghardt belegt und Stars wie Christian Knees und Marcel Kittel in den Schatten gestellt. Siebter wurde mit Aaron Grosser aus Hamm ein weiterer Fahrer aus dem engen Favoritenkreis.

Frank Volmerg hatte sich im Vorfeld noch einmal verspekuliert: „Frederik wird froh sein, wenn er das Rennen durchbringt...“ Das gelang mit Stephan Naber einem zweiten Werner im Feld, während Marcel Dagge in der frühen Phase des Rennens ausgestiegen ist.

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