SV Herbern dominiert eigenes Pfingstturnier

+
Großer Jubel beim F-Jugendnachwuchs des SV Herbern: Die F1 siegte in ihrem Turnier.

HERBERN -  Als „schlechter“ Gastgeber präsentierte sich der SV Herbern am Pfingstsonntag. Denn die Herberner gewannen gleich alle drei Turniere, die an diesem Tag ausgetragen wurden. Trotz durchwachsenen Wetters waren es wieder.

Die blau-gelbe Dominanz im Mädchenfußball komplettierten die E-Juniorinnen des SV Herbern. Denn mit ihrem Turniersieg gewann der Gastgeber auch das dritte Mädchenturnier an diesem Wochenende, nachdem die C- und D-Juniorinnen bereits am Freitagabend (wir berichteten) den Siegerpokal eingeheimst hatten.

Mit Feuereifer waren die jungen Nachwuchskickerinnen bei der Sache, angefeuert von zahlreichen mitgereisten Anhängern. Am erfolgsreichsten waren aber die Herberner Mädchen, die in allen drei Spielen siegreich waren. „Gut, dass es hier diesmal keinen Wassereimer gibt“, sagte Trainerin Katharina Heimann mit einem Schmunzeln angesichts ihrer jubelnden Schützlinge.

Pech hatten die Veranstalter aber bei beiden F-Jugendturnieren. Denn bei den F2-Junioren traten im Sechserfeld zwei Mannschaften – Hammer SC und die JSG Süd/Cap –nicht an, so dass spontan ein Viererturnier mit Hin- und Rückspielen auf die Beine gestellt wurde. Und auch bei den F1-Junioren fehlte kurzfristig der Nachwuchs von Westfalia Wethmar. Spontan baute Turnierleiter Karsten Heitmann das mit zwei Gruppen geplante Turnier zu einem direkten Vergleich von sieben Teams um.

Herberns F2 bleibt ohne Punktverlust

Den Herberner Nachwuchs, betreut von Kerstin Nägeler und Frank Thiäner, beeindruckte das zweifache Duell mit den Gegnern aber nicht. Eiskalt und souverän gewannen sie alle ihre Spiele und durften sich bei nur zwei Gegentoren in den sechs Spielen verdient den Siegerpokal abholen. Hinter den Gastgebern reihte sich der Werner SC an zweiter Stelle ein, der SV Stockum wurde Vierter.

Die F1-Junioren des SV Herbern zeigten sich ein wenig „gnädiger“ mit ihren Gegnern. Sie fügten ihrer Bilanz neben fünf Siegen auch ein Unentschieden bei. Dicht verfolgt wurden die Herberner von ihrem Gemeindenachbar TuS Ascheberg. Doch ausgerechnet im direkten Duell patzten die Ascheberger. In einem engen Spiel setzten sich die Herberner mit 1:0 durch und ließen damit den ärgsten Verfolger hinter sich. Der Nachwuchs des Werner SC schrammte knapp am Siegerpodest vorbei und landete auf dem vierten Platz. Aber immerhin war das Team von Trainer Markus Neuhaus dasjenige, das dem späteren Sieger SV Herbern einen Punkt abtrotzte. „Der Spaß stand für die Jungs im Vordergrund und den hatten sie“, bilanzierte er. Sein Kollege vom SV Herbern, Jürgen Hohenhövel. konnte ihm nur beipflichten:. „Hier hat keiner dominiert, es waren enge Spiele und das war super für die Jungs.“

Ohne Turniersieg blieb Gastgeber SV Herbern am Pfingstsamstag. Die D1-Jugend scheiterte aber nur knapp und musste sich nur RW Ahlen geschlagen geben. Der Nachwuchs des WSC scheiterte bei diesem Turnier schon in der Gruppenphase. Über den Siegerpokal durfte sich aber dennoch ein Herberner Gesicht freuen.

In der Gruppe A landete der WSC auf Rang drei nach nur einem Sieg in vier Spielen, wobei es gegen den späteren Turnierzweiten SV Herbern noch zu einem 0:0 im Auftaktspiel gereicht hatte. Die Herberner hingegen drehten danach auf und holten noch drei Siege und damit den Gruppensieg. Im Halbfinale setzten sie sich dann auch noch souverän gegen den VfL Senden mit 2:0 durch. Im Finale war der Ahlener Nachwuchs aber zu stark.

Herberner Schäfer gewinnt mit RW Ahlen

Den Pokal streckte am Ende aber doch ein Herberner in die Höhe. Luca Schäfer spielt beim Nachwuchs der Rot-Weßen und verbuchte somit doch einen Herberner Tagessieg. Und auch die Gastgeber knüpften an die Leistungen aus dem Vorjahr an. Ein Teil der Mannschaft des Trainergespanns um Finn Brinkmann, Stefano Manfredi, Jan Billermann und Björn Damnitz wurde schon im vergangenen Jahr Zweiter beim E-Juniorenturnier.

Bei den D2-Junioren mussten die Gastgeber wie auch der Werner SC und Eintracht Werne schon in der Gruppenphase die Segel streichen. Den Titel sicherte sich Westfalia Rhynern, die im Finale knapp mit 1:0 gegen die SG Selm gewannen. Zumindest blieb der Pokal für den dritten Rang in der Gemeinde, denn der Nachwuchs des TuS Ascheberg setzte sich im kleine Finale gegen Fortuna Walstedde durch.

Für viele verzückte Gesichter sorgten aber vor allem die beiden Turniere der Minikicker am frühen Nachmittag. Ohne Wertung lieferten sich die Kleinsten schon eng umkämpfte Duelle, wobei das Motto „alle auf den Ball“ Vorrang hatte. Angefeuert von den stolzen Eltern liefen sie zu Höchstform auf, davon konnten sie auch ein paar Regentropfen nicht abhalten. Verdient und stolz durften sie sich am Ende jeder eine Medaille und eine Urkunde abholen.

Beim Turnier der E2-Junioren holte sich der Veranstalter SV Herbern am Montag den sechsten Turniersieg des Wochenendes. Doch der Herberner Nachwuchs machte es besonders spannend. Erst mit einem 3:2-Sieg im Siebenmeterschießen sicherte sich der SVH den Sieg gegen Finalgegner JSG Süd/Cap. Bereits in der Gruppenphase machten die Blau-Gelben mit drei Siegen deutlich, dass sie der Favorit auf den Titel sind. Die Mannschaften Herbern II und Herbern III kickten sich in ihrem letzten Gruppenspiel gegenseitig mit einem 0:0 aus dem Turnier.

Im Halbfinale fertigte die erste Mannschaft des SV Herbern dann die niederländischen Gäste aus Vleuten mit 3:0 ab. SüdCap gewann im zweiten Halbfinalspiel gegen GW Hausdülmen mit 3:1. Das Finalspiel war ausgeglichen, beide Mannschaften zeigten guten Fußball. Die Spieler des SV Herbern behielten aber die Nerven im Siebenmeter-Krimi. Im Spiel um Platz drei gewann Hausdülmen deutlich mit 7:1 gegen Vleuten.

Im letzten Wettbewerb des viertätigen Fußballspektakels setzte sich Vorjahressieger VfB Waltrop erneut durch. Wie schon im Turnier davor wurde auch dieses Finalspiel im Siebenmeterschießen entschieden. Dabei gewann Waltrop knapp mit 6:5 gegen Fortuna Seppenrade. Der Gastgeber landete diesmal auf Platz drei vor der SG Bockum-Hövel.

Bereits im Halbfinale verlor der SVH gegen den späteren Turniersieger Waltrop – ebenfalls im Siebenmeterschießen. Die Mannschaft des Werner SC schied bereits unglücklich in der Vorrunde aus. Neben den drei Gruppensiegern war es dem besten Gruppenzweiten gegönnt, ins Halbfinale zu ziehen.

Im letzten Gruppenspiel gegen Waltrop führte der WSC mit 1:0 und wäre in der Endrunde gewesen. Leider aus Sicht der WSC glich Waltrop mit einem abgefälschten Freistoß kurz vor Schluss doch noch aus. Damit war der SVH wieder bester Gruppenzweiter und der Werner SC draußen. - nip/lel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare