Paukenschlag: Holger Möllers hört als Trainer beim SV Herbern auf

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Hoger Möllers.

Herbern – Holger Möllers hört nach der laufenden Landesliga-Saison 2019/20 als Trainer beim SV Herbern auf. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.

Das teilte der Sportliche Leiter Ludger Staar mit – die bisherige Zusammenarbeit wird von Vereinsseite als „erfolgreich“ beschrieben.  „Wir haben mehrere Gespräche mit ihm geführt, wo wir von Vereinsseite den Wunsch geäußert haben, mit ihm auch in die neue Saison zu gehen. Der Entschluss zu einer sportlichen Pause nach dieser Saison stand aber nach reiflichen Überlegungen leider fest“, heißt es in der Erklärung von Vereinsseite. 

Möllers teilte mit, dass er „sich einfach eine Pause gönnen möchte. Es ist lange in mir gereift und ich habe dem Verein diesen Entschluss frühzeitig mitgeteilt. Sie haben versucht, mich umzustimmen“, führte Möllers weiter aus. Der 48-Jährige übernahm im Sommer 2016 den Landesligisten vom damaligen Interimstrainer Werner Bußmann, der die Blau-Gelben nach der Entlassung von Christian Bentrup zum Klassenerhalt führte. 

Davor war er fünf Jahre lang Trainer des damaligen Bezirksligisten TuS Ascheberg und davor auch schon Co-Trainer beim SV Herbern. Möllers musste mehrere Umbrüche organisieren, hielt aber immer wieder die Klasse und sicherte sich im Frühjahr vergangenen Jahres mit seinem Team den Sieg im Kreispokal Münster. 

„10 Jahre Training, Trainingsplanung, Ansprachen, Spielergespräche und Spiele mit Fleiß und Leidenschaft in Ascheberg und Herbern sind auch an ihm nicht spurlos vorüber gegangen“, hat Staar Verständnis für die Entscheidung von Möllers. Der möchte nach der Saison und „ohne Druck“ die nächste Stufe der Trainerlizenz – das wäre die „Fußball-Elite“ machen und „irgendwo mal reinschnuppern“, führt Möllers aus. 

Mehr Zeit für Fortbildung und die Familie

Denn seine bisherige Trainerarbeit plus Lizenzen wären schon sehr Zeit intensiv gewesen. Seinen Entschluss hatte Möllers auf eigenen Wunsch der Mannschaft persönlich am Mittwoch mitgeteilt. Dazu kommt auch, dass er mehr Zeit hat, denn sportlichen Werdegang seiner beiden Söhne zu verfolgen. Phil spielt in der U17 des 1. FC Gievenbeck in der Landesliga und ist dort Spitzenreiter. „Die fahren Sonntag morgens durch halb Westfalen“, erklärt Holger Möllers. Sein jüngerer Sohn Gerrit spielt beim SV Herbern in der D-Jugend. So freue er sich auf der einen Seite auf sein „neues Leben“, möchte aber mit seinem aktuell Team mit der gleichen Leidenschaft noch eine erfolgreiche Rückrunde spielen. 

Der Start in die zweite Saisonhälfte mit noch zwölf ausstehenden Meisterschaftspartien erfolgt am Sonntag, 12. Januar. „Natürlich taucht an dieser Stelle die Frage auf, wer wird die Nachfolge antreten und mit dem SV Herbern in die neue Saison gehen? Hierzu gibt es noch keine Vollzugsmeldung. Es gibt einige Kandidaten mit denen wir in den nächsten Tagen Gespräche führen werden“, schreibt Staar. 

Heitmann und Schwert bleiben Trainer der Reserve

Die bisherigen Co-Trainer Jens Kalpein und Martin Eickmeyer haben aber bereits signalisiert, dass sie sich einen Verbleib beim SV Herbern vorstellen können, dies aber natürlich von dem neuen Cheftrainer abhängig machen werden. „Gleichzeitig gehen wir in die Gespräche mit den Spielern, um schnell Klarheit für den Kader der nächsten Saison zu bekommen.“, heißt es weiter in der Erklärung von Vereinseite.

 Staar bestätigte dafür, dass Daniel Heitmann und sein „Co“ Simon Schwert zugesagt haben, auch in der Saison 2020/2021 die in der Kreisliga A2 (Münster) spielende U23-Reserve zu betreuen. „Die beiden machen einen Superjob“, erklärt Staar.

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