Overberge zeigt torreiches Spitzenspiel – FC TuRa verschärft Ascheberger Krise

FCO-Angreifer Sebastian Placzek (Mitte) in Aktion.Foto: Zöllner

Bergkamen - Ein Tor-Festival erlebten die Zuschauer in Overberge im Spitzenspiel Zweiter gegen Vierter. Zudem schlug Schlusslicht FC TuRa Bergkamen den TuS Ascheberg.

Bezirksliga 8: FC Overberge – BV Brambauer 4:4 (2:3).  Mit 4:4 (2:3) endete eine unterhaltsame Partie, in der vor allem schwache Defensivreihen das Geschehen prägten.

„Es war ein spannendes Spiel für die Zuschauer. Alle unsere Gegentore hätten nicht sein müssen und waren teilweise kurios. Wir sind aber immer wieder zurück gekommen“, sagte FCO-Trainer Marc Woller, der die Moral seines Teams lobte: „Am Ende hätten wir gewinnen müssen.“

Der Rückstand auf Spitzenreiter VfL Senden nach dessen 1:0-Sieg in Wethmar ist nun auf sieben Punkte für Overberge angewachsen, nachdem sein Team im zehnten Heimspiel erstmals in dieser Saison nicht gewann. „Aber darauf schauen wir nur aus dem Augenwinkel heraus. Wir sind die zweitbeste Mannschaft der Liga – und das soll so bleiben“, ergänzte Woller.

Der Gast ging früh in Führung. Nach einem langen Ball legte Keller auf Osman Kumac ab und der traf aus zwölf Metern (12.). Wenig später dribbelte sich Jörg Plattfaut am Straftraum des BVB gekonnt frei und zog unhaltbar ab zum 1:1 (15.). Komplett gedreht war das Spiel, als Lukas Manka im Strafraum Mohammed Morsel den Ball auflegte, der aus zwölf Metern in den Winkel zum 2:1 traf (27.). Wenig später war Plattfaut nach Zuspiel von Luas Manka schon an Keeper Kröger vorbei, traf aus spitzem Winkel aber nur den Pfosten (28.). Auf der Gegenseite traf nach einen Kumac-Freistoß Dennis Köse per Kopf zum 2:2 (29.). Kurios war das 2:3. Eine 60-Meter-Freistoßflanke von Joel razanica trickte einmal im Strafraum auf und flog über den überraschten Tim Pelka ins FCO-Tor (31.). Nach 40 Minuten vergab erneut Plattfaut, der erneut am Keeper vorbei war, dem aber der Ball versprang genau wie Placzek, der einen Schritt zu spät kam (40.). Immer wieder wurde der FCO über die Außenseiten gefährlich, denn der BVB bekam vor der Pause weder Lukas Manka noch Jörg Plattfaut in den Griff.

Einmal Pfosten und einmal Latte

Zu Beginn der zweiten Hälfte führte ein umstrittener Strafstoß, Hammoud soll den zur Pasue eingewechselten Engin Duman zu Fall gebracht haben, zum 3:3 durch den Gefoulten (49.). Nur zwei Minute später senkte sich Biebers Bogenlampe aus fast 40 Meter über Pelka ins Tor zum 3:4 (51.) – wieder sah der Keeper nicht gut ans. Danach rannte der FCO an. Erst scheiterte Brügmann (65.), dann köpfte Plattfaut nach Flanke von Luka s Manka aus vier Metern zum 4:4 ein (69.). Lukas Manka traf danach noch die Latte (75.), aber in der Schlussphase waren die Angriffsbemührungen der Gastgeber zu unpräzise. Auf der Gegenseite spielte Brambauer die Konterchancen ebenfalls nicht gut zu Ende.

FCO: Pelka – Mülle (46. E. Duman), M. Manka, Eckelt, Rösener (56. Schnura), Dworniczak, Placzek (56. Brügmann), Wahle, Plattfaut, Morsel

Tore:  0:1 (12.) Kumac, 1:1 (15.) Plattfaut, 2:1 (27.) Morsel, 2:2 (29.) Köse, 2:3 (31.) Razanica, 3:3 (49.) Foulelfmeter E. Duman, 3:4 (51.) Bieber, 4:4 (70.) Plattfaut

Gider trifft doppelt für TuRa

TuS Ascheberg – FC TuRa Bergkamen 0:2 (0:0).  Das abgeschlagene Schlusslicht FC TuRa hat durch seinen ersten Auswärtssieg der Saison den TuS Ascheberg ganz tief in den Abstiegskampf hinein gezogen.

Das sich nervös und verunsichert präsentierende Team von Holger Möllers hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz, den nach Dorstfelds Sieg beim WSC wieder der VfB Lünen inne hat. „Wir sind ratlos. Das war eine verdiente Niederlage“, sagte Aschebergs Co-Trainer Martin Eickmeyer.

Matchwinner für den Gast war Yasin Gider mit seinen beiden späten Toren nach Kontern und Alleingängen (84., 89.).

Lange Zeit passierte absolut nichts – die Partie fand weitgehend im Mittelfeld statt. Kurz vor der Pause kratzte ein Ascheberger Verteidiger einen Schuss von Tolga Köroglu von der Linie (45.). Nach 75 Minuten hatte Ascheberg durch Hendrik Füchtling den Außenpfosten getroffen (75.). Vier Minuten später scheiterte zudem Dustin Hölscher freistehend (79.).

„Der Sieg tut unserer Seele gut. Wir wollten keine Wettbewerbs-Verzerrung machen, und das ist uns gelungen. Das war eine kompakte und gute Leistung“, sagte TuRa-Trainer Kurt Gumprich.

TuS Ascheberg: Rama Rubio – Höhne, V. Sabe, Hölscher, Franco Cabrera (86. Tombrock), Bultmann, Manfredi, Tüns, Vogt, de West (74. Winkenstern), Füchtling

FC TuRa: Treppe – Torka, Topaloglu, Gider, Nowak, Gün, Köroglu, Maden, Berndt (74. Beniz), Kleit, Krause (90. Belen)

Tore: 0:1 (84.), 0:2 (89.) beide Gider

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