Overberge verliert gegen Fast-Meister Senden

+
Spielszene aus dem Spitzenspiel.

Bergkamen - Wer zweifelt noch an der Meisterschaft des VfL Senden? Der Tabellenführer setzt sich auch bei seinem „Verfolger“ FC Overberge mit 2:1 (1:0) durch und führt – bei einem Spiel mehr auf dem Konto – nun mit 16 Punkten Vorsprung.

Der FCO bleibt unangefochten auf Platz zwei, weil zeitgleich der BV Brambauer mit dem 1:4 bei Eintracht Dortmund seine erste Niederlage seit dem 29. Oktober (2:3 gegen VfL Kamen) kassiert.

Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften – das zeigt sich auch beim VfL Senden. Vor der sicheren Viererkette spielen die Blau-Weißen sehr variabel, lassen nur eine Chance der Overberger aus dem Spiel heraus zu.

Ansonsten werden die Gastgeber nur nach ruhendem Ball gefährlich. So in der vierten Minute. Nach Lukas Mankas Freistoß von halbrechts setzt sich Sebastian Placzek im Strafraum gegen vier Sendender durch, doch seinen Schuss aus der Drehung heraus wird von Mario Dening abgewehrt. Danach macht’s der VfL spielerisch: Im Gegenzug steht Dennis Otto frei vor Patrick Thomas, vier Minuten später wieder; beide Male pariert der Overberger Keeper.

Das 0:1 fällt sehr unglücklich

Das 0:1 nach 27 Minuten fällt aus Overberger Sicht unglücklich. Chris Brügmann will den Ball zurück spielen, bekommt dabei einem Tritt in die Hacke des Schussbeins. Schiri Mazurkiewicz pfeift nicht, statt dessen aber drei Sekunden später das Foul von Rösener im Strafraum an Otto. Rico Schmider verwandlet den Elfmeter mit aller Routine. Nach 35 Minuten hat der FCO seine erste Chance aus dem Spiel heraus, doch Dening rettet gegen Lukas Manka. Sekunden vor dem Pausenpfiff mmuss der VfL eigentlich das zweite Tor machen. Otto setzt sich im Overberger Strafraum durch und passt quer auf Rabah Abed, doch der Torjäger schiebt die Kugel neben das Tor. Neun Minuten nach der Pause fällt das 0:2 – und wieder steht Schiri Mazurkiewicz im Blickpunkt, denn Torschütze Abed steht nach Meinung der Gastgeber beim Zuspiel von Schmider im Abseits. „Mindestens drei Meter“, beschwert sich Marc Woller beim Unparteiischen.

Anschlusstreffer durch Placzek

Doch der FCO schlägt zurück – mit einem Standard: Ecke Lukas Manka mit links von rechts, Kopfball Sebastian Placzek und es steht nur noch 1:2. Fast fällt nach einem weiteren ruhenden Ball sogar der Ausgleich. Nach einem Freistoß von Brügmann aus dem linken Halbfeld schleicht sich Moritz Manka hinter dem Rücken von Berning aus dessen Blickfeld, doch trifft er den Ball nicht voll und schießt freistehend über das Tor.

Zuvor hat der VfL aber weitere Chancen durch Abed und bei einer scharfen Hereingabe von Otto, doch in beiden Szene ist Patrick Thomas zur Stelle. Später schießt Brügmann bei einem 22-Meter-Freistoß knapp über das Sendener Tor. Anlass für den Pfiff ist ein Bodycheck von Reckmann, der damit den Sprint von Robin Haurand in Richtung Tor unsanft beendet. Für den Sünder gibt’s Gelb, an der Seitenlinie Diskussionen, ob es nicht Rot sein muss, auch wenn Reckmann nicht „lezter Mann“ gewesen ist. Nach einem weiteren (ungeahndeten) Foul verschafft sich Tim Eckelt Luft. Es fällt fernab vom Grillstand das Wort „Wurst“ – für Mazurkiewicz mit Recht auch Grund genug, den Overberger die Rote Karte zu zeigen (90.+3).

FC Overberge: Thomas – C. Duman, Haurand, L. Manka, Eckelt, Rösener, M. Manka, Plattfaut (62. Brelian), E. Duman (23. Morsel), Brügmann, Placzek

Tore:  0:1 (28.) Foulelfmeter Schmider, 0:2 (54.) Abed, 1:2 (59.) Placzek

Bes. Vork.: Rot für Eckelt (FCO) wegen Schiedsrichter-Beleidigung (90.+3)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare